56 S-Bahnen in Frankfurt verspäteten sich

17-Jähriger flüchtet nach Fahrscheinkontrolle in Bahntunnel am Hauptbahnhof

Frankfurter S-Bahn-Tunnel
Nach einer Fahrscheinkontrolle floh ein 17-Jähriger in die Tunnelanlage am Frankfurter Hauptbahnhof. Symbolbild: Arne Dedert/Archiv
deutsche presse agentur

Kleine Ursache – große Wirkung: Am Mittwochabend flüchtete ein 17-Jähriger aus einer S-Bahn am Frankfurter Hauptbahnhof vor einer Fahrscheinkontrolle. Dabei stellte er sich geschickt an, dass infolge seines Handelns sämtliche S-Bahn-Gleise gesperrt werden musste und es bei 56 S-Bahnen zu Verspätungen kam.

Chaos am Frankfurter Hauptbahnhof

Nach Angaben der Polizei wurde der Jugendliche durch Mitarbeiter der Deutschen Bahn in einer S-Bahn einer Fahrscheinkontrolle unterzogen. Beim Halt am Frankfurter Hauptbahnhof flüchtete der 17-Jährige unmittelbar aus der Bahn in die dortige Tunnelanlage.

Aus Sicherheitsgründen wurden dann sämtliche S-Bahngleise daraufhin gesperrt und Beamte der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main suchten den Bereich ab. Erst, als sicher war, dass sich der 17-Jährige nicht mehr im Gleisbereich aufhält, wurden die Gleise nach einer ca. 30-minütigen Sperrung wieder freigegeben.

17-Jähriger händigte falsches Ticket aus

Durch den Vorfall erhielten insgesamt 56 S-Bahnen Verspätung und es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen im Betriebsablauf.

Ersten Ermittlungen zufolge händigte der 17-Jährige bei der Kontrolle in der S- Bahn ein elektronisches Ticket, welches nicht auf seinen Namen ausgestellt ist, sowie seinen Impfpass aus. Durch die Mitarbeiter der Deutschen Bahn hierauf angesprochen und womöglich aus Angst vor den drohenden Repressalien, ergriff der Jugendliche die Flucht. Gegen den 17-jährigen Frankfurter wird nun wegen des Verdachts eines Betruges ermittelt. Zudem wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen der Vornahme einer Betriebsstörung eingeleitet. (pm/kmü)