Wo stehen die Teams vor dem Saisonstart?

Verstappen setzt Top-Runde beim letzten Test - Ferrari stark

 VERSTAPPEN Max ned, Red Bull Racing RB18, portrait during the Formula 1 Aramco pre-season testing prior the 2022 FIA Formula One World Championship, WM, Weltmeisterschaft on the Bahrain International Circuit, from March 10 to 12, 2022 in Sakhir, Bah
Der Weltmeister bei den Tests in Bahrain: Max Verstappen hat gute Laune.
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Ausrufezeichen zum Abschluss! Weltmeister Max Verstappen hat am letzten Tag der Formel-1-Tests in Bahrain aufgedreht und die klare Bestzeit abgeliefert. Der Red-Bull-Pilot umrundete den Kurs am Samstag in 1:31,720 Minuten – die schnellste Runde der drei Testtage. Red Bull ging am Samstag mit völlig neuen Seitenkästen an den Start, das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Wie die Kräfteverhältnisse zwischen den Teams eine Woche vor dem Saisonstart aber wirklich sind, bleibt unklar. Anscheinend aber haben Red Bull und Ferrari die Nase gegenüber Mercedes aktuell vorn.

Ferrari flott unterwegs

Vor allem der direkte Vergleich von Verstappens Rundenzeit mit den bislang so starken Ferraris bot sich an: Charles Leclerc lag am Samstag bis zum offiziellen Abschluss auf Rang zwei mit sechs Zehnteln Rückstand. Der Monegasse hatte allerdings auch die etwas härteren Reifen aufgezogen. Aussagekräftig sind die Zeiten allein durch die unterschiedliche Reifenwahl nur bedingt.

Das Ergebnis sorgte dennoch für große Zuversicht bei Red Bull, zumal das Team seine schnellen Versuche mit noch immer gut gefülltem Tank unternahm. Im Qualifying-Trim wäre die Zeit folglich noch deutlich stärker gewesen.

Mercedes fährt hinterher - noch?

George Russell im Mercedes hatte wie Verstappen die weichste Reifenmischung aufgezogen und wurde mit einer Sekunde Rückstand Vierter. "Wir sind momentan, wie man sieht, nicht die Schnellsten", sagte Rekordweltmeister Lewis Hamilton am Samstagmittag: "Ferrari sieht dagegen sehr gut aus, vielleicht auch Red Bull." Den Mercedes-Pessimismus lesen Kritiker vor dem Start als Tiefstapelei.

Auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto mahnte laut „Auto Motor und Sport“: "Lesen Sie nicht allzu viel aus diesen Zeiten heraus. Jeder versucht, sein wahres Potenzial zu verbergen. Unserem Gefühl nach wird alles ganz eng.“

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Überstunden für Mick Schumacher

Mick Schumacher durfte am Samstag wie am Tag zuvor wie sein neuer Teamkollege Kevin Magnussen am Abend nach Abschluss der Tests noch länger auf die Strecke: Der Haas-Rennstall hatte aufgrund von Frachtproblemen am Donnerstag unverschuldet Testzeit eingebüßt. Die Strecke wurde auch am Samstagabend immer schneller, und so drehte der Deutsche in 1:32,241 Minuten sogar noch die zweitbeste Runde.

Sebastian Vettel (1:33,821) schaffte es im Aston Martin am letzten Tag auf Rang zehn. (sfu/sid)