Eine Legende tritt ab

Formel 1 in tiefer Trauer: Sir Frank Williams ist tot

Die Königsklasse trauert um eine Legende: Frank Williams.
Die Königsklasse trauert um eine Legende: Frank Williams.
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29. November 2021 - 6:37 Uhr

Er ist im Alter von 79 Jahren verstorben

Die Formel 1 ist in tiefer Trauer: Der Rennstallgründer und langjährige Teamchef Sir Frank Williams ist tot. Die Rennsportlegende sei am Sonntag im Alter von 79 Jahren gestorben, teilte seine Familie mit.

Sir Frank Williams: Er ist friedlich eingeschlafen

Am Freitag sei er ins Krankenhaus eingewiesen worden und dort am Sonntagmorgen friedlich eingeschlafen, hieß es in der Mitteilung seines ehemaligen Rennstalls.

Bis zu seinem offiziellen Ausscheiden im September 2020 war Sir Williams der älteste Teamchef in der Formel 1. Bei den Rennen war er jedoch zuvor schon seit längerer Zeit nicht mehr zu sehen gewesen. Sein Gesundheitszustand hatte sich in den vergangenen Jahren verschlechtert.

Seine Tochter Claire, einstige stellvertretende Teamchefin, übernahm für ihn den Job vor Ort an den Grand-Prix-Wochenenden. Nach dem Großen Preis von Italien in Monza 2020 zog sich die Familie dann aber aus dem an einen US-Investor verkauften Rennstall zurück. Eine Ära ging damit zu Ende.

Rosberg, Heidfeld, R. Schumacher fuhren für sein Williams-Team

Seit einem Autounfall 1986 auf der Rückreise von Testfahrten im französischen Le Castellet saß der ehemalige Rennfahrer Williams im Rollstuhl. Er musste seitdem immer betreut werden.

Für seinen Williams-Rennstall fuhren unter anderen Nico Rosberg, Ralf Schumacher, Nick Heidfeld und Nico Hülkenberg. Legenden wie Nelson Piquet, Nigel Mansell und Alain Prost holten Titel im Williams. Insgesamt neunmal gewann Williams die Konstrukteurs-WM und siebenmal die Fahrerwertung, zuletzt beides 1997. 114 Grand-Prix-Siege feierte das Team der F1-Legende.

Die dunkelste Stunde erlebten Frank Williams und der Rennstall, den er 1977 mit Patrick Head gegründet hatte, am 1. Mai 1994. Damals verstarb die brasilianische F1-Ikone Ayrton Senna in Imola nach einem Unfall in einem Williams-Wagen. "Viele gaben uns die Schuld dafür. Als hätten wir der Welt ein Gemälde von Michelangelo gestohlen", sagte Williams einmal über die Tragödie.

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1999 wurde Williams zum Ritter geschlagen

Einen besonderen Moment erlebte der britische Offizierssohn 1999, als er von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen wurde. Für seine Verdienste im Motorsport in Zusammenarbeit mit dem französischen Motorenbauer Renault wurde er auch von der Ehrenlegion ausgezeichnet.

Am 28. November verstarb eine wahre Rennsportlegende. (tme/doa/sid)