Trotz Protesten der Teams

Rennleitung bleibt hart: "Baguette-Kerbs" in Le Castellet bleiben

Die gelben "Baguette-Kerbs" bleiben - trotz Protesten der Teams
Die gelben "Baguette-Kerbs" bleiben - trotz Protesten der Teams
© Getty Images, Bongarts, dm / AJB

19. Juni 2021 - 13:48 Uhr

Verstappen und Bottas fuhren sich Flügel kaputt

Die Formel-1-Teams haben erfolglos gegen die "Baguette-Kerbs" protestiert, die die Fahrer beim Frankreich-GP in Le Castellet an die Track Limits erinnern. Die FIA um Rennleiter Michael Masi kam dem Wunsch der Teams nicht nach, die kleinen, gelben "Würstchen" zu entfernen oder eine andere Lösung zu finden. Am Freitag hatten sich in Kurve 2 sowohl Mercedes-Pilot Vallteri Bottas als auch WM-Leader Max Verstappen im Red Bull Teile ihrer Frontflügel abrasiert, als sie über die Begrenzungsstreifen frästen.

Verstappen: Lieber eine Mauer aufstellen

Noch während der Trainings-Sessions hatten sich Mercedes und Red Bull am Funk bei der Rennleitung über "Baguette-Kerbs" beschwert und um alternative Lösungen gebeten. Die gelben Streifen seien zu hart und verursachten unnötige Schäden an den Autos, wenn man in den entsprechenden Kurven zu weit raus komme, klagten die Teams.

Hart blieb aber auch Rennleiter Masi – die "Baguette-Kerbs" bleiben. Wahrscheinlich will die FIA die leidigen Diskussionen über die Track Limits im Keim ersticken. Zum Ärger von Teams und Fahrern.

"Stellen wir stattdessen lieber einfach eine Mauer auf. Das wäre besser, und die Fahrer würden nicht mehr so oft daneben fahren. Bei mir selbst war der Schaden groß. Das kostet viel Geld und ist einfach unnötig. Du fährst ja nicht absichtlich raus - das ist nicht einmal schneller. Aber es ist bedauerlich, wenn der Schaden so groß ist", sagte Max Verstappen.

Szafnauer warnt vor "unfairen Situationen"

Valtteri Bottas sieht es ähnlich. "Es ist schon hart. Es stimmt schon, du hast es als Fahrer selbst in der Hand, wie sehr du attackierst und wie weit du rausfährst. Aber die Strafe ist sehr hart. Bei mir sind Teile am Unterboden gebrochen, und ich war nicht der Einzige. Weiter können wir's jedenfalls nicht mehr treiben", befand der Finne.

Bottas' Mercedes.Teamchef Toto Wolff sagte zwar", dass wir diese Kerbs in einigen Kurven brauchen. Aber so wie hier sind sie vielleicht ein bisschen zu radikal, weil die Autos darauf kaputtgehen."

Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer stimmte zu: "Ich denke, es gibt bessere Möglichkeiten, die Tracklimits zu definieren. Man stelle sich vor, du wirst im Rennen an der Stelle abgedrängt, dann wird dein Auto beschädigt, ohne dass du was dafür kannst. Das wäre eine unfaire Situation." (mar)

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