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Formel 1: Sebastian Vettel will wegen Ukraine-Krieg nicht in Russland fahren

So reagiert die Formel 1 auf den Ukraine-Konflikt

Sebastian Vettel will nicht in Russland fahren

Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel zieht Konsequenzen: Der viermalige Weltmeister will nicht beim geplanten Rennen in Sotschi im September fahren. Er sei "schockiert" über den "furchtbaren" Einmarsch Russlands in der Ukraine, sagte der 34-Jährige bei einer Pressekonferenz am Donnerstag am Rande der F1-Testfahrten in Barcelona: "Ich sollte nicht gehen, ich werde nicht gehen."

Im Video: Vettel sendet starkes Zeichen – Kommentar von Felix Görner

Vettels "Entscheidung gefallen"

Sichtlich bewegt und "traurig" sprach Vettel über den Krieg. "Menschen werden aus dummen Gründen getötet", sagte der Aston-Martin-Pilot, Russland habe eine "sehr seltsame und verrückte Führung". Deshalb wolle er nicht in Russland fahren. "Meine Entscheidung ist gefallen", sagte Vettel.

Ähnlich äußerte sich Weltmeister Max Verstappen: "Wenn sich ein Land im Krieg befindet, wäre es nicht richtig, dort zu fahren“, sagte der Holländer.

Nikita Mazepin sagt RTL-Interview ab

Im Rahmen der Testfahrten in Barcelona war mit Haas-Pilot Nikita Mazepin ein RTL-Interview geplant. Doch aufgrund der politischen Lage wurde der Termin kurzfristig abgesagt. Zum Hintergrund: Mazepin ist Russe, sein Vater Dmitry ist mit dem russischen Bergbauunternehmen Uralkali Hauptsponsor des US-Rennstalls.

Mick Schumacher bezeichnete die Eskalation im Russland-Ukraine-Krieg als „sehr schlimm“. Es sei „schrecklich in vieler Hinsicht“, sagte er am Donnerstag in Barcelona. Mit Mazepin habe er über den Krieg selbst nicht gesprochen.

Derweil hat die Formel noch keine Entscheidung über das Rennen in Sotschi getroffen. "Die Formel 1 beobachtet die sehr unklaren Entwicklungen genau wie viele andere und hat zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar zu dem für September geplanten Rennen", hieß es in einer Stellungnahme der Rennserie: "Wir werden die Situation weiterhin sehr genau beobachten."

Seit 2014 fährt die Formel 1 in Sotschi, der russische Präsident Wladimir Putin hat sich stets sehr stark für den Großen Preis auf dem Gelände des Olympiaparks an der Schwarzmeer-Küste eingesetzt. Ab dem nächsten Jahr soll die Königsklasse in St. Petersburg fahren. (sid/jma/lhö)