Neue Wahnsinns-Marke in Sicht

Brawn: Hamilton holt locker 120 Siege

Lewis Hamilton mit seinem 100. Rennsieg-Pokal.
Lewis Hamilton mit seinem 100. Rennsieg-Pokal.
© HOCH ZWEI/Pool/Motorsport Images, HOCH ZWEI/Pool/Andy Hone, ps

28. September 2021 - 10:45 Uhr

Wie hoch hinaus geht's für Hamilton?

Formel-1-Mastermind und -Motorsportdirektor Ross Brawn sieht Rekordmann Lewis Hamilton auf dem Weg zu über 120 Grand-Prix-Siegen. Diese Zahl findet der Ex-Teamchef von Michael Schumacher realistisch, gleichzeitig warnt er: In diesem Jahr muss Mercedes noch richtig ackern.

Keiner stoppt Lewis Hamilton

Lewis Hamilton zementiert seinen Legendenstatus. Am Sonntag gewann der Titelverteidiger seinen 100. GP in der Formel 1eine Wahnsinnsmarke. "Es ist ein Meilenstein, von dem keiner glaubte, dass er je erreicht wird", schrieb Ross Brawn in seiner F1-Kolumne. "Michaels (Schumacher, d. Red.) 91 Siege waren so weit weg von dem, was andere erreicht hatten, dass es zu diesem Zeitpunkt nie so aussah, als könnte jemand dieser Zahl nahekommen. Aber dann hat sie Lewis geknackt und jetzt hat er 100 Siege. Nichts stoppt ihn. Wer weiß, wo er landen wird?"

Sein Tipp: "Er fährt noch mindestens zwei Jahre in der Formel 1 und er wird in jedem Jahr Rennen gewinnen. Ich denke nicht, dass wir 200 voraussagen können, aber ich denke sicherlich 20 mehr, weil er immer noch extrem kompetitiv und motiviert ist."

Top 5 meiste Siege bei F1-Rennen

Lewis Hamilton100
Michael Schumacher91
Sebastian Vettel 53
Alain Prost51
Ayrton Senna41

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Mercedes hat kein Polster mehr

BUDAPEST, HUNGARY - JULY 28:  Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP celebrates with Mercedes GP Team Principal Ross Brawn after winning the Hungarian Formula One Grand Prix at Hungaroring on July 28, 2013 in Budapest, Hungary.  (Photo by Ma
Ein Bild aus gemeinsamen Tagen bei Mercedes.
© Getty Images, Bongarts

Im aktuellen WM-Kampf zwischen den Schwarzpfeilen um Hamilton und Verstappen/Red Bull sieht Brawn noch viel Arbeit auf Mercedes zukommen. "Sie werden bis zum Ende hart kämpfen müssen, wenn sie den Titel gewinnen wollen." Denn nach Jahren der Dominanz müsse das Team nicht intern sondern extern fighten.

"Innerhalb des Teams hart zu kämpfen, ist etwas anderes als gegen andere hart zu kämpfen. Wenn man intern hart kämpft, was kann im schlimmsten Fall passieren? Wenn der eine Fahrer nicht gewinnt, würde es der andere tun", erklärte der 66-Jährige.

"Es gab Jahre, in denen es entweder Nico (Rosberg, d. Red.) oder Lewis hieß, weil es niemanden gab, der die Scherben aufsammeln konnte, wenn sie nicht ablieferten. Mercedes hatte dieses Polster, wenn sie es verbockt haben", so Brawn weiter.

Das hat sich in dieser Saison gravierend geändert. "Jetzt gibt es kein Polster mehr. Max kämpft massiv um die Meisterschaft. Er war am Sonntag fantastisch und lieferte Meisterklasse in Sachen Schadensbegrenzung ab, indem er vom letzten Platz noch Zweiter wurde. Auch wenn er die WM-Führung verloren hat, er ist jetzt nur zwei Punkte hinter Lewis." (msc)