Auch Hamilton mahnt

Baku-Reifenplatzer: Verstappen mit Pirelli-Erklärung nicht zufrieden

Bei Max Verstappen explodierte in Baku urplötzlich der linke Hinterreifen
Bei Max Verstappen explodierte in Baku urplötzlich der linke Hinterreifen
© Getty Images, Bongarts, WTM / WTM

17. Juni 2021 - 14:28 Uhr

Verstappen kritisiert Pirelli

WM-Spitzenreiter Max Verstappen ist nach seinem heftigen Crash beim jüngsten Formel-1-Rennen in Baku nicht zufrieden mit der Ursachenforschung bei Reifenhersteller Pirelli. "Es war ein bisschen vage, was sie mitgeteilt haben", sagte der Red-Bull-Pilot vor dem Großen Preis von Frankreich in Le Castellet. Verstappen war in Aserbaidschan in Führung liegend kurz vor Schluss jenseits der 300 km/h in die Streckenbegrenzung gekracht, nachdem sein linker Hinterreifen urplötzlich geplatzt war. "Es wäre einfacher zu verstehen, wenn sie es klarer erklärt hätten", kritisierte Verstappen den italienischen Hersteller.

Crash in Baku hätte böse enden können

Pirelli hatte versichert, dass kein Produktions- oder Qualitätsmangel zu dem Reifenschaden geführt habe. Vielmehr sei ein "umlaufender Bruch an der inneren Seitenwand" des Pneus festgestellt worden. Red Bull habe aber nichts falsch gemacht. Darauf bestand auch Verstappen: "Das Team hat alles getan." In Frankreich werde Red Bull aus Gründen der Sicherheit trotzdem den Reifendruck bei seinen Autos erhöhen.

Mit etwas Abstand zu dem Unfall in Baku habe er festgestellt, wie viel Glück er hatte, sagte Verstappen. "Wenn ich statt auf der rechten Seite links reingekracht wäre, dann wäre das ein ziemlich heftiger Einschlag gewesen", rekapitulierte der Holländer.

Auch WM-Rivale Lewis Hamilton mahnte, Pirelli und die Rennställe müssten künftig noch schärfer auf Reifendruck und -temperaturen achten. "Wir müssen im ganzen Feld sehr wachsam sein", sagte der britische Mercedes-Pilot (dpa/mar).

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