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Formel 1: Morddrohungen gegen Latifi nach seinem Abu-Dhabi-Crash! Williams-Pilot schreibt offenen Brief

Nach seinem Crash in Abu Dhabi

Morddrohungen gegen Latifi! F1-Pilot schreibt offenen Brief

Nicholas Latifi nach seinem Crash in Abu Dhabi
Nicholas Latifi nach seinem Crash in Abu Dhabi
Imago Sportfotodienst

Deshalb zog er sich tagelang von Social Media zurück

Die Welle der Reaktionen war gewaltig. So gewaltig, dass Nicholas Latifi sich tagelang von den sozialen Platzformen im Netz zurückziehen musste. „Ich habe mich bewusst von Social Media ferngehalten, um die Dinge des letzten Rennens sacken zu lassen“, schreibt er nun in einem offenen Brief, nachdem sein Crash kurz vor Schluss im Formel-1-Finale in Abu Dhabi für die folgeschwere Safety-Car-Phase mit der Titelentscheidung zugunsten von Max Verstappen sorgte. In seinem Statement teilt der Kanadier seine Gedanken – aber vor allem auch seine Gefühle mit seinen Fans und Followern, denn: Latifi war „geschockt“ darüber, dass er einen „extremen Ton des Hasses“ zu spüren, sowie „Beleidigungen und sogar Morddrohungen“ bekam.

Latifi: „Lag nicht in meiner Hand“

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Anderthalb Wochen hatte Latifi geschwiegen. Und das nicht ohne Grund. „Sobald die karierte Flagge draußen war, wusste ich, wie die Dinge auf Social Media laufen würden", schreibt er. Aus der Ferne hatte er den Streit zwischen Mercedes, Red Bull und der FIA mitverfolgt. Und wurde von vielen Usern im Netz offenbar dafür verantwortlich gemacht.

„Wenn ich über die Geschehnisse während des Rennens nachdenke, gab es eigentlich nur eine Gruppe von Menschen, bei denen ich mich für das DNF entschuldigen musste: mein Team.“ Das habe er gleich nach dem Rennen getan. „Alles andere, was danach kam, lag nicht in meiner Hand“, so Latifi.

Williams-Pilot will nach Hass im Netz nicht länger schweigen

Der Kanadier macht auf den Hass im Netz aufmerksam – und macht sich gleichzeitig dagegen stark, denn: "Die Leute können ihre Meinungen haben, das ist in Ordnung - eine dicke Haut zu haben macht einen großen Teil davon aus, Sportler zu sein", so Latifi. "Aber viele der Kommentare, die ich in der letzten Woche bekommen habe, haben die Grenze zu etwas viel Extremeren überschritten. Es macht mir Sorgen, wie jemand anders auf diese Masse an Hass reagieren würde.“

Der Williams-Pilot weiter: „Niemand sollte sich von einer lauten Minderheit vorschreiben lassen, wer er ist." Deshalb sei es für ihn richtig und wichtig, „diese Art von Verhalten anzuprangern und nicht zu schweigen.“ Er wisse nun, wie bedeutend es sei, durch Zusammenarbeit künftig solche Dinge zu verhindern und diejenigen zu unterstützen, die von solch einem Verhalten betroffen sind. Teams wie Mercedes oder Ferrari unterstützen ihn.

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Außerdem stellt Latifi klar: „Sport ist aus der Natur heraus eine Sache des Wettkampfs – aber es sollte Menschen zusammenbringen, nicht voneinander trennen.“ Er bedankt sich bei allen Fans, die in der Zeit hinter ihm standen und wünscht allen schöne Feiertage. „Und seid alle freundlich zueinander!“ (ana)