In Ungarn will er noch mal angreifen

Schumacher zieht vor Sommerpause positive Zwischenbilanz

Mick Schumacher zeigt in seiner Debütsaison für Haas gute Leistungen
Mick Schumacher zeigt in seiner Debütsaison für Haas gute Leistungen
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29. Juli 2021 - 15:25 Uhr

Mick fürs Erste ganz zufrieden

Mick Schumacher hat vor dem letzten Rennen der ersten Formel-1-Saisonhälfte ein positives Zwischenfazit seiner ersten Monate in Königsklasse gezogen. "Ich glaube, dass ich mich recht schnell wohlgefühlt habe im Auto, was auch geholfen hat, schnell gute Resultate einzufahren", sagte der 22-jährige Haas-Pilot vor dem Ungarn-GP in Budapest: "Generell können wir recht zufrieden sein, wie unser erstes halbes Jahr verlaufen ist."

Hoffen auf verrückte Rennen und Punkte

Schumacher belegte in den bisherigen zehn Rennen einmal den 19. Platz, viermal wurde er 18., einmal 17., dreimal 16., das beste Ergebnis Rang 13 in Aserbaidschan. Im unterlegenen Haas-Auto hatte Mick Schumacher seinen russischen Rookie-Kollegen Nikita Mazepin fest im Griff.

Der Abstand zu den Teams vor ihnen sei aber ein bisschen größer geworden, so Schumi jr.. "Es war zu erwarten, es ist aber schade." Haas hatte von Beginn an klargemacht, das Auto während der Saison aus Kostengründen nicht weiterzuentwickeln und sich stattdessen schon voll auf den Wagen für 2022 zu konzentrieren.

Dennoch hofft Mick Schumacher, in der zweiten Saisonhälfte noch ein bisschen weiter vorn ankommen zu können. Wenn noch mal ein verrücktes Rennen komme, wolle er näher an oder auch in die Punkte fahren. Das seien seine Ambitionen für das zweite halbe Jahr, sagte Schumacher.

Gute Formel-2-Erinnerungen an Ungarn

Die Vorfreude auf das Rennen auf dem verwinkelten Hungaroring ist bei Schumacher riesig. "Die Strecke war immer sehr gut zu mir", sagte er, dort habe er oft "sehr schöne Erfahrungen" gemacht.

Fast genau zwei Jahren ist es her, da feierte Schumacher vor den Toren Budapests seinen ersten Sieg in der Formel 2. Und auch in der vergangenen Saison des Unterbaus der Königsklasse fuhr er auf dem Kurs, der einer großen Kartbahn ähnelt, zweimal aufs Podest.

Den Sieg von damals hat Schumacher längst abgehakt, "weil es ein neues Kapitel für mich ist". Dennoch habe er schon "im Gefühl, dass es eine Strecke ist, die mir besser liegt als andere", so der Rookie: "Mal schauen, was wir in der Formel 1 machen können."

Ein idealer Ort also, um neue Bestleistungen anzustreben? "Es wäre toll, wenn wir auf einen Platz im Q2 hoffen könnten - ich denke, das sollte unser Ziel sein." In Le Castellet war Schumacher vor etwas mehr als einem Monat zwar schon einmal der Sprung in den zweiten Abschnitt des Qualifyings gelungen, aufgrund eines Unfalls konnte er dort aber keine Zeit mehr setzen. Neuer Anlauf also in Ungarn, wo die Zeitenjagd am Samstag bbesonders relevant ist.

Der Hungaroring, auf dem Überholmanöver einer Glanzleistung gleichen, sei eine "Qualifying-Strecke", betonte Schumacher: "Der Startplatz ist hier normalerweise auch die Endplatzierung im Rennen". (dpa/sid/mar)

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