Brite weiß auch nicht recht, warum

Hamilton und Ferrari: "Hat nie sein sollen"

Lewis Hamilton fuhr stets gegen, aber nie für Ferrari
Lewis Hamilton fuhr stets gegen, aber nie für Ferrari
© Imago Sportfotodienst

29. September 2021 - 14:29 Uhr

Der Wechsel, den es nie gab

Lewis Hamilton und Mercedes – eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Lewis Hamilton und Ferrari – eine potenzielle Formel-1-Liebe, die es nie gab und auch nicht mehr geben wird. Warum, weiß der Brite selbst nicht recht.

Ferrari setzte auf Alonso und Vettel

"Seit Jahren, immer wenn ich nach Monza komme und die Fans sehe, höre ich sie sagen: 'Komm zu Ferrari'", erzählte Hamilton im Gespräch mit Sky Italia. "Das wärmt mein Herz, aber es ziemlich verblüffend, dass ich nach so vielen Jahren nie für Ferrari gefahren bin, denn das ist für jeden ein Traum, ein Ziel, das man erreichen will."

Ein Wechsel zur Scuderia sei allerdings "nie wirklich möglich" gewesen, so der 36-Jährige: "Ich werde nie so richtig wissen, warum."

Nun, ganz so schwer ist es dann doch nicht zu verstehen. Hamilton wurde von Ferraris langjährigem Hauptrivalen McLaren gefördert, kämpfte in seinen ersten F1-Jahren für das Team aus Woking gegen die Roten um die WM. Ende 2012 hörte der Engländer dann auf den Rat von Niki Lauda und wechselte zu Mercedes. Mit den Silberpfeilen schreibt Hamilton seither eine einzigartige Erfolgsgeschichte.

Ferrari auf der anderen Seite beschäftigte stets Hamiltons große Rivalen. Bis 2013 Fernando Alonso, danach setzte die Scuderia sechs Jahre auf Sebastian Vettel. Für eine Hamilton-Verpflichtung hätte man bei Ferrari zwar sicher Wege gefunden. Der Serien-Weltmeister blieb Mercedes aber immer treu. Warum auch nicht?! Schließlich stell(t)en ihm die Silberpfeile Jahr für Jahr das beste Auto hin.

Rote Göttin nur Privatvergnügen

Ein Mercedes-Abgang sei nie "nahe" gewesen, hatte Hamilton schon Anfang des Jahres gesagt. Der Traum von Ferrari? "Hat einfach nicht sein sollen", so der Brite, der gleichwohl nichts bereut. "Es stört mich nicht. Ich bin so dankbar für meine Reise mit Mercedes."

Er wünsche Ferrari "jetzt und in naher Zukunft das Beste", sagte Hamilton, werde die Scuderia allerdings "davon abhalten müssen, die WM zu gewinnen."

Für den Rekord-Weltmeister bleibt das Fahren in einer roten Göttin ein Privatvergnügen. "Ich habe ein paar Ferrari zuhause, die ich fahren kann, aber keinen F1 Ferrari." (mar)