Hinterher gab es einen Shoey

Vettel-Kollege holt den skurrilsten Weltrekord

Aston-Martin-Mitarbeiter George Crawford beim London Marathon.
Aston-Martin-Mitarbeiter George Crawford beim London Marathon.
© Instagram/f1

07. Oktober 2021 - 16:12 Uhr

Endlich läuft's bei Aston Martin

Wenn es doch auch sonst so gut laufen würde bei Aston Martin! George Crawford arbeitet eigentlich als Software-Entwickler für das britische Formel-1-Team von Sebastian Vettel. Am Sonntag stellte der Brite einen kuriosen Weltrekord auf. Er rannte den London Marathon in kompletter F1-Rennmontur. Wahnsinn!

Unter 4 Stunden im Rennoutfit

Für die meisten Menschen und auch für Sportler stellt ein gewöhnlicher Marathon, die Distanz ist immer 42,195 Kilometer, eine große Herausforderung dar. Nicht gerade leichter wird die Herkules-Aufgabe, wenn man sie statt in kurzem und luftdurchlässigem Laufoutfit absolviert, sondern in einem Formel-1-Rennanzug mit Helm und Rennschuhen (!). So geschehen am vergangenen Sonntag in London. Beim prestigeträchtigen London Marathon, einem der größten der Welt, zog sich Software-Mann Crawford die Montur von Vettel-Teamkollege Lance Stroll über, packte den Helm auf und rannte los.

Und das nicht in irgendeiner Zeit, sondern in starken 3 Stunden und 58 Minuten. Damit knackte er nicht nur die für Hobbyläufer "magische" Marke von unter vier Stunden, er stellte gleich noch einen Weltrekord auf. Zumindest so etwas in der Art (es gab einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde). So schnell war noch nie jemand im Rennoutfit unterwegs. Gut, so viele werden sich diese Tortour auch noch nicht gegeben haben. Aber gekonnt ist gekonnt.

Dieser Shoey ist besonders

Zudem sammelte er noch 5000 Euro für ein Charity Projekt zur mentalen Gesundheit. Nach dem Zielankunft feierte er den Rekord-Lauf ganz im Formel-1-Stil: mit einem "Shoey". Diesen Jubel zelebriert normalerweise McLaren-Pilot Daniel Riccardo nach seinen Grand-Prix-Siegen. Er schüttet sich den Champagner in den Schuh und träufelt das Gemisch dann in den Mund. Nach den über 40 Kilometer wird der Marathon-Champagner wohl eine ganz besondere "Note" gehabt haben.

Während sich Crawford nun regeneriert, geht es für Vettel am Wochenende in Istanbul weiter. Beim Großen Preis der Türkei. An die Strecke im Istanbul Park Circuit hat der Deutsche besondere Erinnerungen. Er feierte dort 2006 sein Trainingsdebüt, crashte 2010 spektakulär mit Teamkollege Mark Webber und im vergangenen Jahr wurde er dort Dritter. (msc)