Keine Alonso- oder Vettel-Titel in Rot

„Ferrari war vielleicht nicht bereit“

Sebastian Vettel (l.) und Fernando Alonso (v.) im Gespräch.
Sebastian Vettel (l.) und Fernando Alonso (v.) im Gespräch.
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19. Oktober 2021 - 12:19 Uhr

Keine Ferrari-Titel für Vettel und Alonso - woran lag's?

Ferrari ist der erfolgreichste Rennstall der Formel-1-Geschichte. Ein großer Name. Doch die Roten warten seit 2007 auf den nächsten WM-Titel. Nach Kimi Räikkönens Triumph vor 14 Jahren scheiterten sowohl Fernando Alonso (2010 – 2014) als auch Sebastian Vettel (2015 bis 2020) während ihrer Amtszeiten in Maranello daran, die großen Erwartungen titelgerecht zu erfüllen. Der Spanier hat eine Erklärung für die Titelflaute von ihm und Vettel.

Großes F1-Drama zwischen Vettel und Alonso

Lange ist's her. 2007 holte Kimi Räikkönen den letzten WM-Titel nach Maranello. Auf ihn folgten unter anderem die titelerprobten Fernando Alonso und auch Sebastian Vettel. Ersterer steckte im engen Kampf gegen den damaligen Red-Bull-Piloten Vettel bittere Pleiten ein, vor allem 2010 und 2012 scheiterte er dramatisch und erst im letzten Rennen.

2015 dann wechselte Vettel zum alten Konkurrenten. Alonso fuhr nun bei McLaren, zwischenzeitlich sogar verließ er ganz die F1. Auch für Vettel reichte es nicht, nur in zwei Jahren konnte er mit Mercedes-Serienmeister Lewis Hamilton ansatzweise mithalten. Doch auch 2017 und 2018, den beiden besten Ferrari-Saison unter Vettel, scheiterte der Deutsche. Im vergangenen Jahr beendeten Fahrer und Rennstall die Zusammenarbeit.

"Wir sind nah rangekommen"

German Formula One driver Sebastian Vettel (R) of Red Bull overtakes Spanish Fernando Alonso of Ferrari during the second practice session at the Autodromo Jose Carlos Pace in Sao Paulo, Brazil, 23 November 2012. The Formula One Grand Prix of Brazil
Anfang des vergangenen Jahrzehnts lieferten sich Sebastian Vettel (Red Bull) und Fernando Alonso (Ferrari) legendäre Duelle.
© dpa, David Ebener

Über die Titelflaute bei Ferrrari hätten die beiden nicht geredet, sagte Alonso bei "F1 Insider". "Nein, Obwohl wir öfters enge Kämpfe hatten, als ich im Ferrari und er im Red Bull unterwegs war. 2012 hatte er sogar im letzten Rennen ein wenig Glück, mit einem arg lädierten Red Bull noch das Rennen zu beenden."

Alonso weiter: "Wir haben es beide mit Ferrari versucht, sind teilweise nah rangekommen, haben es aber am Ende nicht geschafft. Vielleicht war Ferrari zu unseren Zeiten noch nicht wieder bereit, einen Weltmeister im Cockpit zu haben." Zumindest ein kleiner Seitenhieb in Richtung des alten Teams.

Was die beiden beruhigen dürfte. Auch mit Carlos Sainz und Charles Leclerc ist der Ferrari-Renner nicht in Schlagdistanz zu Red Bull oder Mercedes, muss um den dritten Platz gegen McLaren kämpfen.

So geht 2021 Kimi Räikkönen als bisher letzter Ferrari-Champion in Rente. (msc)