Losail International Circuit

Katar-Kurs: Das ist die neue F1-Strecke in der Wüste

Losail International Circuit in Katar.
Losail International Circuit in Katar.
© Imago Sportfotodienst

01. Oktober 2021 - 17:44 Uhr

Katar-Strecke wird ein Nachtrennen

Noch eine umstrittene Station auf der arabischen Halbinsel. Die Formel 1 fährt noch in diesem November in Katar. Was hat es mit der Piste im Emirat auf sich?

Das vierte Rennen am Golf

Das nächste Wüsten-Rennen in der Formel 1. Seit Donnerstag ist klar: Katar springt für den ausgefallenen Australien-GP ein und wird am 21. November die Pforten zum Rennen am Losail International Circuit öffnen.

Eine wirklich Überraschung war diese Entscheidung nicht, schon lange vorher waren die Gedankenspiele und Pläne durchgesickert. Offiziell ist nun auch: 2022 fährt die Königsklasse in einem Nachtrennen in Katar – ab 2023 sind zehn weitere F1-Jahre in dem Emirat fix. Trotz reichlich Kritik von Fans in den Sozialen Netzwerken.

Die Strecke ist fast schon volljährig

Über die Strecke an sich lässt sich deutlich weniger streiten als über "Sportwashing". Sie ist Formel-1-reif. Der Kurs in der Nähe von Doha besitzt schon seit langem die nötige Lizenz für F1-Rennen. Eröffnet wurde die 5,380 Kilometer lange Strecke schon im Jahre 2004. Dass sie für Großevents gerüstet ist, bewiesen die Organisatoren bei den regelmäßigen Moto-GP-Rennen seit dem Eröffnungsjahr. Auch die GP2-Asien-Serie schlug vor zwölf Jahren schon einmal mit Formel-Autos in Katar auf, mit dabei war damals unter anderem Red-Bull-Pilot Sergio Perez, der sich aber kaum noch an den Katar-Kurs erinnert – außer, dass er relativ flach ist.

Angesetzt sind über die 16 Kurven mit der ein Kilometer langen Zielgeraden (dort soll auch die einzige DRS-Zone sein) vorerst 57 Runden. Im Sommer besuchte unter anderem Rennleiter Michael Masi den Circuit und machte sich vor Ort ein Bild. F1-Boss Stefano Domenicali ist sicher: Für das Rennwochenende sei die Strecke schon "fast bereit".

Einige kleine Änderungen soll es noch geben, betroffen sind unter anderem die Boxeneinfahrt und die Teamgebäude. Die Anforderungen seien aber grundsätzlich jetzt schon erfüllt. "Spitzenklasse!", lobte der Chef, der auch bestätigte, dass die Premiere ein Nachtrennen sein wird. Die Anlage ist dafür bestens ausgerüstet. Die Beleuchtungstechnik ist seit jeher auch bei den Nachtrennen der Moto-GP im vollen Einsatz.

Nach der Premiere im Herbst wird es erst mal wieder ruhiger an der Strecke, zumindest in Sachen Formel 1. Wegen der ebenfalls umstrittenen Fußball-WM pausiert die F1 dort 2022. Ab 2023 greift dann der neue 10-Jahres Deal mit der Königsklasse. Ob dann der Circuit Ausrichtungsort bleibt, ist noch unklar. Im Raum steht auch ein Stadtrennen – so wie in Saudi-Arabien seit diesem Jahr. (msc)