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Red Bull wildert weiter bei Mercedes

Red Bull wirbt weiter munter Ingenieure von Konkurrent Mercedes ab
Red Bull wirbt weiter munter Ingenieure von Konkurrent Mercedes ab
© imago images/Motorsport Images, Andy Hone via www.imago-images.de, www.imago-images.de

06. Mai 2021 - 14:26 Uhr

Red Bull schnappt sich fünf Mercedes-Leute

Red Bull wildert beim Aufbau seiner hauseigenen Motoren-Abteilung weiter kräftig beim Formel-1-Rivalen Mercedes. Wie der Rennstall mitteilte, wechseln gleich fünf wichtige Ingenieure von "Mercedes High Performance Powertrains" zu "Red Bull Powertrains". Nicht bekannt ist, wann genau sie ihre Arbeit aufnehmen. Außerdem kündigte Red Bull vor dem Großen Preis von Spanien am Sonntag (ab 14 Uhr live bei RTL) eine weitere hochrangige Verpflichtung an, wollte den Namen des neuen Leiters für mechanische Entwicklung aber noch nicht nennen.

Red Bull will eigene Motoren-Kompetenz

Zuletzt hatte Red Bull bereits verkündet, dass Ben Hodgkinson, der ebenfalls von Mercedes wechselt, Technischer Direktor der neuen Motorenschmiede im Werk in Milton Keynes wird. 2025 will das ehemalige Team des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel für das neue Reglement ganz eigene Motoren entwickelt haben. Dafür wird der bisherige Mercedes-Mann Steve Blewett neuer Produktions-Direktor.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff reagierte jüngst durchaus verärgert auf die Abwerbungen der Konkurrenz. Red Bull wolle langfristig selbst zum Motorenbauer aufsteigen. Außerdem habe das Team ab 2025 eine Kooperation mit Automobil-Schwergewicht VW im Auge. VW denkt schon länger darüber nach, mit einer seiner Marken – Audi oder Porsche – in die Formel 1 einzusteigen.

Hintergrund: Dank des von der F1 beschlossenen Motor-Freeze kann Red Bull nach Ende der Zusammenarbeit mit Motoren-Partner Honda zum Jahresende die Triebwerke der Japaner übernehmen, selbst warten und einsetzen. 2025 gilt dann ein komplett neues Motoren-Reglement in der Formel 1. Bis dahin will Red Bull sein Motor-Know-How ausbauen – auch, um für einen potenziellen Neueinsteiger wie VW ein attraktiver Partner zu sein.

DPA/MAR

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