Noch mehr Spannung und Spektakel?

Formel-1-Boss Stefano Domenicali: Nächste Revolution steht kurz bevor

 MONZA - Nyck de Vries Williams during the F1 Grand Prix of Italy at the Circuit de Monza in Monza, Italy. REMKO DE WAAL F1 Grand Prix of Italy - Race 2022 xVIxANPxSportx/xxANPxIVx *** MONZA Nyck de Vries Williams during the F1 Grand Prix of Italy at
Noch mehr Spektakel auf der Strecke, das wünschen sich die Formel-1-Bosse.
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Wenn es darum geht, den Sport für die Menschen interessanter zu machen, mangelt es der Formel 1 nicht an Ideen. Einige wurden bereits konsequent umgesetzt. Der nächste Vorschlag liegt laut CEO Stefano Domenicali bereits auf dem Tisch - und könnte schon bald getestet werden.

Formel 1 will weniger Training und mehr Action

Neue Autos, neue Strecken, neue Rennen: Die Formel 1 ließ in den letzten Jahren nichts unversucht, den Sport spannender, spektakulärer und für viele Menschen aufregender zu machen. F1-Boss Stefano Domenicali verriet im Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Serra" nun, dass die nächste kleine Revolution unmittelbar bevorsteht.

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Jede einzelne Session solle am Ende wichtig sein und etwas Zählbares bringen, erklärte Domenicali. Entweder solle es um "Punkte, einzelne Qualifying-Runden oder die Qualifikation für ein kürzeres Samstagsrennen" gehen. Bedeutet: Die für die Teams wichtigen, für Fans aber eher unspektakulären Trainings-Sessions könnten in seinen Augen zumindest an manchen Wochenenden bald der Vergangenheit angehören.

Formel 1 steht "in der Pflicht, es zu versuchen"

 DOMENICALI Stefano ita, Chairman and CEO Formula One Group FOG, portrait during the Formula 1 Pirelli Gran Premio dItalia 2022, Italian Grand Prix 2022, 16th round of the 2022 FIA Formula One World Championship, WM, Weltmeisterschaft from September
Jede einzelne Session solle am Ende wichtig sein, sagt Stefano Domenicali.
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In diesem Zuge erwähnte der Italiener einen Vorschlag, der in den letzten Monaten immer wieder heiß diskutiert wurde: die umgekehrte Startaufstellung, das so genannte Reverse Grid. Rennen wie der Große Preis in Belgien 2022, bei dem die Startaufstellung aufgrund unzähliger Strafen durcheinandergewürfelt wurde, hätten "wunderbare Positionswechsel und mehr Überholmanöver" zur Folge gehabt, bemerkte Domenicali, der sich von einer umgekehrten Startaufstellung ähnlich viel Action verspricht.

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Die Königsklasse stehe "in der Pflicht, es zu versuchen", deutete der Formel-1-Boss an, dass das Reverse Grid tatsächlich bald kommen könnte - nicht in einem "richtigen" Grand Prix, aber zum Beispiel in einem Sprint-Rennen. Bei den Teams dürfte der Vorschlag einer umgekehrten Startaufstellung indes nicht auf viel Gegenliebe stoßen. Bereits in der Vergangenheit kritisierten sie und auch viele Fahrer diese Idee stark, schließlich wird man nicht nur für eine gute Quali-Runde bestraft, sondern ist auch einer höheren Crash-Gefahr ausgesetzt. (tno/sport.de)