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Formel 1: Audi will offenbar mit 650 Millionen Euro bei McLaren einsteigen

Formel-1-Pläne der deutschen Marke werden offenbar konkret

Medien: Audi will mit 650 Millionen Euro bei McLaren einsteigen

 Formula 1 2022: Saudi Arabian GP JEDDAH STREET CIRCUIT, SAUDI ARABIA - MARCH 27: Daniel Ricciardo, McLaren MCL36, leads Lando Norris, McLaren MCL36 during the Saudi Arabian GP at Jeddah Street Circuit on Sunday March 27, 2022 in Jeddah, Saudi Arabia
McLaren fährt seit 2021 mit Mercedes-Motoren - das könnte sich ab 2026 ändern
www.imago-images.de, IMAGO/Motorsport Images, IMAGO/Zak Mauger

„Audi vor Formel-1-Einstieg.“ Zugegeben: die Nachricht hat was von täglich/wöchentlich grüßt das Rennsport-Murmeltier. Doch jetzt werden die Pläne des Autobauers für ein Engagement mit McLaren offenbar konkret – und zwar in einer Zahl, einer neunstelligen.

Vertrag zwischen McLaren und Audi noch im April?

Wie die "Automobilwoche" berichtet, will Audi "unbedingt" in die Formel 1 und ist bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen. Demnach hat der Automobilhersteller sein Angebot für McLaren deutlich erhöht. 650 Millionen Euro stehen im Raum.

Angeblich wollen Audi und McLaren noch in diesem Monat einen Vertrag unterzeichnen. Schon im November hatte das Fachmagazin "Autocar" berichtet, dass eine Übernahme von McLaren durch Audi beschlossene Sache sei. Der Bericht wurde anschließend aber von offizieller Seite dementiert, "Autocar" musste sich korrigieren.

Momentan ist McLaren wieder mit seinem früheren Motorenpartner Mercedes verbunden. 2021 folgte der Wechsel von Renault zu den Antrieben der Silberpfeile, mit denen man "kurzfristig und mittelfristig sehr glücklich" sei, wie Geschäftsführer Zak Brown Anfang des Jahres auf einem Medienevent in Woking hervorhob.

Aber: Von 2026 an gilt in der Formel 1 ein neues Motorenreglement, die Aggregate sollen technisch weniger komplex, umweltfreundlicher, vor allem aber günstiger werden. Ein Anreiz, mit dem die F1-Bosse weitere Hersteller ködern wollen. Und der große Fisch VW scheint mit seinen Sportmarken Audi und Porsche (hier wird über eine Kooperation mit Red Bull spekuliert) angebissen zu haben.

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Zak Brown will alle Optionen prüfen

Bei McLaren wartet man die Entscheidung aus Wolfsburg und Ingolstadt offiziell erst einmal entspannt ab. "Wir schauen, ob sie in den Sport kommen wollen, denn ich glaube, dass das noch nicht endgültig entschieden ist", sagte Brown.

Sollte sich Audi/Volkswagen zu einem Formel-1-Einstieg bekennen, würde McLaren alle Optionen ausloten: "Wir evaluieren dann, wo wir sind und wer im Sport dabei ist, und dann werden wir rechtzeitig eine Entscheidung treffen, was wir 2026 machen werden", betonte der Geschäftsführer.

Bis dahin wird man erst einmal an Mercedes gebunden sein, die man einst 2015 für Honda verlassen hatte, weil der Traditions-Rennstall aus Woking kein Kundenteam eines anderen Herstellers mit einem Formel-1-Rennstall sein wollte. ( sport.de /mar)