Teamchef äußert sich zu Gerüchten

Seidl stellt klar: Ricciardo bleibt bei McLaren

Andreas Seidl und Daniel Ricciardo feiern den ersten Sieg von McLaren seit neun Jahren.
Daniel Ricciardo feierte mit McLaren 2021 in Monza einen Sieg
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Daniel Ricciardo fährt offenbar allen Gerüchten zum Trotz auch nächstes Jahr in der Formel 1 für McLaren. „Ja, er hat Vertrag bei uns“, antwortete Teamchef Andreas Seidl nach dem 1. Training in Baku bei Sky auf die entsprechende Frage. Der Australier steht nach schwachen Leistungen schwer unter Druck, zuletzt hatte McLaren-Boss Zak Brown Ricciardos Zukunft beim Traditionsteam aus Woking infrage gestellt.

Brown heizte Gerüchteküche an

"Mit Ausnahme von Monza (2021, d. Red.) und ein paar anderen Rennen, hat er seine und unsere Erwartungen nicht erfüllt", hatte Brown seinen Piloten schon nach dem Spanien-GP öffentlich angezählt. Man könne nur weiterarbeiten und hoffen, dass das, "was im Moment nicht klickt, schon bald klickt".

Später heizte Brown die Gerüchte über eine Trennung von Ricciardo selbst an, indem er eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Australiers andeutete.

Gibt es eine Klausel im Vertrag?

Er wolle nicht in die Details des Vertrages gehen, sagte Brown laut dem Portal "The Race", "aber es gibt Mechanismen in denen wir einander verpflichtetet sind und dann gibt es Mechanismen, in denen wir das nicht sind".

Es könnte also eine Klausel für Team und Fahrer geben, um den Vertrag zu beenden. Eigentlich läuft das Arbeitspapier von Ricicardo noch bis Ende 2023 – sogar mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Mit 15 Millionen Euro Jahresgehalt gehört der Australier nicht gerade zu den Geringverdienern im Formel-1-Fahrerlager.

Als möglicher Ricciardo-Nachfolger bei McLaren wird im Paddock immer wieder Pierre Gasly gehandelt, dessen Weg zurück zu Red Bull nach Sergio Perez’ Vertragsverlängerung versperrt ist. Mit diesen Gerüchten räumte Seidl nun fürs Erste auf. (mar)