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Fitnessstudio-Vertrag abschließen: Darauf müssen Sie achten!

Frau macht Liegestütze
Wer ohne Ärger im Fitnessstudio trainieren will, sollte beim Vertrag ein paar Dinge beachten. © Getty Images, gilaxia

Nicht jeder Fitnessstudio-Vertrag sollte unterschrieben werden

Wir alle kennen sie: die guten Vorsätze fürs neue Jahr. Im Januar ist die Motivation Sport zu treiben so hoch wie sonst nie im Jahr. Fitnessstudios können sich vor sportbegeisterten Neukunden kaum retten, die ein paar überschüssige Kilos auf Laufband und Co. verlieren wollen. Und 2018 wird da keine Ausnahme sein. Doch Vorsicht: Viele Fitnessstudio-Betreiber nutzen das Unwissen ihrer Kunden aus - unter anderem, um die Vertragslaufzeit unnötig zu verlängern. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Fitnessstudio-Vertrag unbedingt achten sollten.

Fitnessstudio-Vertrag kündigen - hier lauern die Fallen

Verträge in einem Fitnessstudio können für unterschiedliche Laufzeiten abgeschlossen werden. Wichtig ist in jedem Fall, den Vertrag rechtzeitig zu kündigen. In vielen Fitnesscentern verlängert sich die Laufzeit ansonsten automatisch - meist um sechs Monate oder sogar ein ganzes Jahr. Verlängerungen von mehr als einem Jahr sind jedoch unzulässig und können angefochten werden, so die Verbraucherzentrale.

Viele Fitnessstudios verlangen die Kündigung schon drei Monate vor Vertragsablauf. Wer die Frist verpasst, muss mit einer verlängerten Vertragslaufzeit rechnen. Doch auch hier kann Einspruch eingelegt werden. Die meisten Gerichte sehen eine Kündigungsfrist von einem Monat als ausreichend an. Wer auf Nummer sicher gehen will, kündigt den Vertrag im Fitnessstudio bereits weit im Vorfeld zum nächstmöglichen Termin. Vergessen Sie dabei nicht, sich die Kündigung schriftlich vom Fitnessstudio bestätigen zu lassen. Ein Einschreiben ist übrigens nicht nötig, wird aber häufig in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gefordert. Diese Klausel ist jedoch ungültig.

Unter diesen Umständen kann der Fitnessstudio-Vertrag sofort gekündigt werden

Junge Frau hält ihren Babybauch.
Bei einer Schwangerschaft oder dauerhaften Erkrankung besteht das Recht auf sofortige Kündingung des Vertrags. © dpa, Maurizio Gambarini, gam cul rho his

Grundsätzlich gilt: Eine Kündigung vor Ablauf der Grundlaufzeit ist nahezu unmöglich. Es gibt jedoch ein paar Ausnahmefälle. Wenn Sie plötzlich krank werden und Sport nicht mehr möglich ist, können Sie die sofortige Kündigung einreichen. Hier darf das Fitnessstudio allerdings den ärztlichen Nachweis einer dauerhaften Sportunfähigkeit verlangen. Über die konkrete Art der Erkrankung müssen Sie dabei keine Angaben machen. War die Schwere der Erkrankung bereits zu Beginn der Vertragslaufzeit bekannt, gilt dieser Kündigungsgrund nicht. Hat sich die Krankheit im Laufe der Zeit jedoch verschlimmert, muss das Fitnessstudio Ihre sofortige Kündigung akzeptieren. Genauso verhält es sich bei Schwangerschaften.

Auch können Sie Ihren Vertrag kündigen, wenn das Fitnessstudio plötzlich seine Öffnungszeiten maßgeblich ändert und Sie dieses deshalb nur noch eingeschränkt nutzen können. Viele Verbraucher entscheiden sich für ein Fitness-Center, weil es beispielsweise sehr lange oder rund um die Uhr geöffnet hat. Wenn dies plötzlich nicht mehr der Fall sein sollte, informieren Sie das Fitnessstudio im besten Falle vorab über Ihren Unmut und bitten Sie um eine Lösung. Kommen die Betreiber Ihrer Bitte nicht nach, haben Sie gute Chancen, Ihren Vertrag sogar noch vor Ablauf der Grundvertragszeit beenden zu können.

Kein wichtiger Grund für eine sofortige Kündigung liegt bei einem Umzug vor. Hier können Sie nur auf die Kulanz der Fitnessstudio-Betreiber hoffen oder - sofern der Umzug bereits weit im Vorfeld bekannt ist - einen individuellen Vertrag vereinbaren.     

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