Schadstoff-Alarm bei beliebter Marke

Fitness- und Yogamatten im Test: Gute gibt's schon ab 30 Euro

Eine junge, sportliche Frau in Sportkleidung führt eine Fitness-Übung auf ihrer Yogamatte durch.
Für eine gute Fitnessmatte muss man keine Unmengen ausgeben.
Khosrork

Millionen Deutsche schwingen sich regelmäßig auf die Matte, um sich zu bewegen – ob beim Workout zu Hause oder im Fitnessstudio. Je nach Sportart kommt es dabei auf verschiedene Kriterien an, etwa Rutschfestigkeit oder eine gute Dämmung für die Gelenke. Für alle Unterlagen gilt in jedem Fall, dass sie frei von Schadstoffen sein sollten. Darauf kann man sich jedoch leider nicht immer verlassen, wie Stiftung Warentest jetzt feststellt. Die Matte einer beliebten Sportmarke fällt aus diesem Grund durch – andere wiederum überzeugen durch eine gute Qualität zu einem fairen Preis.

Wie dick muss die Matte sein?

Matten für die Yoga-Praxis sind in der Regel dünner als reguläre Fitnessmatten, um einen sicheren Stand zu ermöglichen. Wichtig ist auch, dass sie rutschfest sind und sich bei den verschiedenen Bewegungen nicht verziehen. Bei Gymnastik-Unterlagen kommt es hingegen vor allem auf eine gute Dämpfung an, um den Körper zu stützen und die Gelenke zu schonen – sie sind deshalb dicker.

Für den Test wurden jeweils acht Modelle unter die Lupe genommen. Am wichtigsten waren Komfort und Praxistauglichkeit – neben der Rutschfestigkeit und Dämpfung ging es hier auch um die Formstabilität und das Feuchteverhalten – also wie schnell die Matten nach dem Schwitzen wieder trocken sind. Zudem wurde bewertet, wie gut sich die Unterlagen ausrollen, fixieren, tragen und reinigen lassen. Zu guter Letzt wurden sie auf Schadstoffe geprüft – und hier gab es vor allem bei den Gymnastikmatten Probleme.

Lese-Tipp: Yoga-Guide für Anfänger: Die beste Ausrüstung, um loszulegen

Gymnastikmatten: Die Tops und Flops im Test

Für die Adidas Training Mat ADMT – 12235 (35 Euro) sowie die Powrx Gymnastikmatte Basic (22,50 Euro) gab es das Schadstoff-K.O: Im Adidas-Modell wies das Labor den Weichmacher DEHP in einer verboten hohen Konzentration nach. Er beeinträchtigt laut Bundesinstitut für Risikobewertung die Fortpflanzungsfähigkeit und kann ein Kind im Mutterleib schädigen. Bei Powrx fand man einen regelrechten Schadstoff-Cocktail, unter anderem Naphtalin und kurzkettige Chlorparaffine, die beide im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Das Urteil deshalb für beide Matten: „mangelhaft“.

Nur zwei Gymnastikmatten fand Stiftung Warentest „gut“: Die Alex Gymnastikmatte Air-Pro* von Galeria (50 Euro, Note 2,2) sowie die Airex Fitline 180* (70 Euro, Note 2,3). Erstere bietet mit einer Dicke von 17 Zentimetern die beste Dämmung, die Airex-Matte glänzt mit einem Top-Feuchteverhalten – ideal für Menschen, die viel schwitzen.

Eindeutiger Preis-Leistungs-Sieger in dieser Kategorie ist die Crivit Fitnessmatte von Lidl*. Für schlappe 13 Euro gibt es immerhin noch die Note 2,8.

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Das sind die besten Yogamatten

Bei den Yogamatten sieht es besser aus: Fast alle sind „gut“, bis auf die EcoPro Mat von Bodhi (50 Euro). Anders als vom Hersteller ist sie nämlich nicht frei von Schadstoffen und Allergenen, sondern enthält Latexproteine, die Reaktionen wie Hautausschlag auslösen können. Somit erreicht sie nur die Bewertung „ausreichend“ (4,0).

Testsiegerin ist die Jade Harmony von JadeYoga* (90 Euro, Note 2,1) – sie ist besonders rutschfest. Fast genau so gut sind mit der Note 2,2 die Amazon Eono Multifunctional Yoga Mat* und die Decathlon Kimjaly Light Yoga Mat* – sie kosten beide nur 30 Euro. (rka)

Alle Ergebnisse des Vergleichs gibt’s auf test.de.

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