Auch viele andere Filme betroffen

Filmverbot! - Darum darf "Heidi in den Bergen" an Allerheiligen nicht gezeigt werden

Manche Filme sind an stillen Feiertagen verboten.
Manche Filme sind an stillen Feiertagen verboten.
© iStockphoto, Vladimir Sukhachev

31. Oktober 2021 - 16:16 Uhr

Stiller Feiertag: Manche Filme verboten

Der 1.November ist Allerheiligen und ein sogenannter "stiller Feiertag" – wie zum Beispiel auch Karfreitag. Es gilt Tanzverbot, Geschäfte dürfen nicht öffnen und der Zeichentrick-Klassiker "Heidi in den Bergen" darf nicht öffentlich vorgeführt werden. Ähhh, was, wie bitte? Ja, es ist tatsächlich so. Und Heidi ist in bester Gesellschaft. Auch Max und Moritz gucken an stillen Feiertagen in die Röhre – oder halt eben nicht.

Über 700 Filme auf der Schwarzen Liste

Der Buß- und Bettag, der Volkstrauertag und Totensonntag, Karfreitag und eben Allerheiligen – all diese Feiertage sind stille Feiertage, für die besondere Regeln gelten. Die meisten dürften bekannt sein, doch andere überraschen. Dazu gehört das Verbot einiger Filme – über 700 Stück um genau zu sein. Alle stehen auf der schwarzen Liste der Freiwilligen Selbstkontrolle FSK, alle dürfen an stillen Feiertagen nicht öffentlich gezeigt werden. Das gilt für Kinos oder andere öffentliche Aufführungen, nicht aber für die Ausstrahlung im Fernsehen.

Unter anderem diese Filme stehen auf dem Feiertags-Index

Die FSK entscheidet nicht nur über Altersfreigaben, sondern auch darüber, ob Filme für stille Feiertage geeignet sind. Dem zu Grunde liegt ein Artikel des Grundgesetzes. Die schwarze Liste umfasst über 700 Filme seit 1980, viele Verbote wirken heutzutage ziemlich kurios. Eine Auswahl an Filmen, die an stillen Feiertagen nicht gezeigt werden dürfen:

RTL NEWS empfiehlt

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  • Heidi in den Bergen
  • Max und Moritz
  • Das Leben des Brian
  • Louis der Spagettikoch
  • Police Academy
  • Jackass – The Movie
  • Ghostbusters
  • Vier Fäuste für ein Halleluja

Man kann davon halten, was man möchte. Bei manchen Streifen kann man sich mit viel Fantasie noch herleiten, warum sie nicht gezeigt werden sollen. Doch Heidi und Max und Moritz? Was steckt dahinter?

Darum ist "Heidi in den Bergen" verboten

Der Grund, warum Heidi uns und unsere Kinder auf Kinoleinwand und Co. an stillen Feiertagen nicht unterhalten darf, ist ziemlich grotesk und man könnte auch sagen: Es lebe die Bürokratie.

Denn während bei "Das Leben des Brian" der satirische Inhalt für das Verbot sorgt, ist es bei Heidi nichts der gleichen. Der Filmverleih hatte damals schlicht und ergreifend vergessen, eine Freigabe für stille Feiertage zu beantragen. Das gilt auch für andere der über 700 Filme. Absurd! (mol)