"Stiller Feiertag"

Tanzverbot am 1. November? Das ist an Allerheiligen erlaubt - und das nicht!

Am 1.11. ist Allerheiligen, ein stiller Feiertag.
Am 1.11. ist Allerheiligen, ein stiller Feiertag.
© dpa, Christian Charisius, chc fpt

31. Oktober 2021 - 14:38 Uhr

Stiller Feiertag: Darauf müssen Sie an Allerheiligen achten

Am 1.11. darf nicht gefeiert werden! Allerheiligen soll ein Tag der Stille sein - zumindest in fünf deutschen Bundesländern. Und damit sich auch jeder daran hält, gelten hierzulande einige besondere Regelungen. Was genau das für Sie bedeutet und worauf Sie Rücksicht nehmen müssen, verraten wir Ihnen.

Allerheiligen im Faktencheck

Welche Bundesländer sind betroffen?

Nicht in allen Bundesländern ist Allerheiligen ein stiller Feiertag. Lediglich in den katholisch geprägten Bundesländern gelten verschärfte Regeln und Verbote:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Welche Bedeutung hat Allerheiligen für Christen?

Wie der Name schon sagt, wird an Allerheiligen allen bereits verstorbenen Heiligen gedacht. Diese Tradition reicht zurück bis ins vierte Jahrhundert. Um den Toten zu gedenken, werden sowohl Gräbersegnungen als auch Grab-Besuche am ersten November durchgeführt.

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Bäcker und Blumenläden haben geöffnet

Wie wird Allerheiligen gefeiert und welche Verbote gibt es?

Vor allen Dingen wird Allerheiligen in Stille gefeiert. Die Trauer und Andacht der Christen soll an diesem Tag nicht gestört werden. Somit sind laute Musik und Tanzveranstaltungen Tabu. Wie lange das Tanzverbot gilt, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. In NRW müssen von fünf bis 18 Uhr die Füße still gehalten werden, in Bayern gilt ein ganztägiges Verbot.

Ebenfalls verboten: Märkte, Messen, Volksfeste und geöffnete Geschäfte. Ausgenommen sind Bäcker und Blumenhändler, die dürfen - ähnlich wie an Sonntagen - für fünf Stunden geöffnet haben.

Für wen gelten die Verbote?

Wer sich jetzt denkt: "Ich als Nicht-Christ muss mich nicht an die Verbote halten", der liegt falsch. Denn die Regelungen am stillen Feiertag sind Gesetz und gelten für alle Bürger Deutschlands beziehungsweise für alle Bürger in den entsprechenden Bundesländern. Egal, ob sie sich nun mit dem Christentum verbunden fühlen oder nicht. Wer an diesen Tagen keine Rücksicht nimmt, riskiert Bußgelder von bis zu 1.000 Euro.