Kann Herpes gefährlich für mein Baby werden?

Fieberbläschen beim Baby: Herpes-Symptome beim Kind erkennen und behandeln

Fieberbläschen beim Kind: Besonders für Babys und Neugeborene kann eine Herpes-Infektion schnell gefählrlich werden
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19. März 2020 - 12:50 Uhr

Fieberbläschen beim Baby

Unter der irreführenden Bezeichnung des Fieberbläschens, das als rotes Bläschen auf der Lippe des Babys zu sehen ist, verbirgt sich der Lippenherpes. Obwohl etwa 90 Prozent aller Bundesbürger diesen Virus in sich tragen, ist er nur bei einem direkten Ausbruch übertragbar. Bei der Geburt ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Mutter keinen Herpes im Genitalbereich hat, da ansonsten ein Kaiserschnitt kaum zu umgehen ist. Der Herpes-simplex-Virus würde sich andernfalls unmittelbar auf das Baby übertragen. RTL.de hat für Sie die wichtigsten Informationen zum Lippenherpes beim Baby zusammengestellt. 

Eine gefährliche Virusinfektion

Das deutlichste Symptom von Herpes: das Baby hat eine rote Blase auf der Lippe oder um diese herum. Da dieses Virus gerade für Neugeborene gefährlich werden kann, sollten Sie, falls Sie selbst von einem Ausbruch betroffen sind, Vorsicht walten lassen, um Ihr Kind nicht zu gefährden: So sollten Sie einen zu nahen Kontakt mit Ihrem Kind strengstens vermeiden und von Küssen absehen. Auch die gemeinsame Nutzung von Löffeln oder Gläsern sollte dann ein Tabu darstellen – so schwer es auch fällt. 
Während Herpes für Erwachsene keine Gefahr darstellt, kann es bei Neugeborenen schwere Folgen haben. Durch das schwache Immunsystem des Kindes kann Lippenherpes beim Baby zu einer Ausbreitung des Virus auf die inneren Organe oder das Gehirn führen, wo es eine – bisweilen tödliche – Hirnhautentzündung auslösen kann.

Behandlung des Herpes-Virus

Nach wie vor gibt es keine Medikamente, die den Virus nachhaltig bekämpfen. Auch nach einer Behandlung bleibt dieser im Körper und kann jederzeit zu einem neuen Ausbruch führen. Der Gang zum Kinderarzt sollte jedoch trotzdem angetreten werden, sollten Sie bei Ihrem Baby solche Bläschen auf der Lippe oder um den Mund beobachten: Dieser kann Folgeschäden ausschließen oder behandeln. Sollten Sie selbst von Herpesausbrüchen betroffen sein, können Sie sich bereits in der Schwangerschaft mit virushemmenden Medikamenten behandeln lassen. Am besten sprechen Sie hierfür Ihren Frauenarzt an.