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Fünfköpfige Familie fällt auf Fake-Ferienwohnung auf Rügen rein - 800 Euro futsch!

Ferienwohnungs-Betrug auf Rügen Familie unter Schock
02:38 min
Familie unter Schock
Ferienwohnungs-Betrug auf Rügen

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Kohle weg, Urlaub futsch! Eigentlich sollte es ein schöner Familienurlaub auf Rügen werden – doch die sechsstündige Fahrt endete für Familie Schulte in einer Katastrophe. Denn vor Ort angekommen, stellte sie fest: Die gebuchte Ferienwohnung existiert überhaupt gar nicht. Die angeblichen Vermieter sind nicht mehr zu erreichen. Die 800 Euro Anzahlung sind futsch!

Gewöhnliches Mietshaus statt gebuchte Ferienwohnung

Familie Schulte hatte am 19. Juli dieses Jahres spontan eine Ferienwohnung gebucht. Gefunden hatten sie die schöne Bleibe auf „Ebay Kleinanzeigen“. Über WhatsApp schrieb die Familie mit den angeblichen Vermietern Andreas und Kathrin. Am nächsten Tag startete dann schon der Urlaub. Nach sechs Stunden Autofahrt kam die Horror-Überraschung: Die Ferienwohnung gibt es gar nicht, stattdessen stand dort ein gewöhnliches Mietshaus. „Es war so schlimm, als wir ankamen, vor allem für die Kinder, wir hatten uns so lange auf den Urlaub gefreut“, sagt Mutter Linda Schulte und bricht in Tränen aus.

Die Familie ist offenbar nicht die erste, die auf den Betrug reingefallen ist. Bereits einen Tag zuvor soll schon jemand die Ferienwohnung vergeblich gesucht haben, berichtet ein Anwohner. Eine andere Unterkunft auf Rügen gab es nicht auf die Schnelle, also ging die Reise noch am selben Tag für die enttäuschte Familie zurück. „Ich will endlich wissen, was mit unserem versprochenen Ferienhaus ist“, sprach die 32-Jährige Mutter den Betrügern auf die Mailbox. Außerdem erstattet die Familie Anzeige.

Den kompletten Fall sehen Sie oben im Video.

Anzahlung von 800 Euro ging auf deutsches Konto

Linda und Patrick wollten die angeblichen Vermieter zur Rede stellen und fuhren zur Adresse, die im Vertrag angegeben worden war. Vor Ort war niemand anzutreffen. Die Anwohner kannten die Personen nicht. „Ich habe hier 20 Jahre Post ausgetragen, aber von denen habe ich noch nie was gehört“, so Anwohner Klaus.

Die Anzahlung von 800 Euro ging auf ein deutsches Konto, doch die Polizei habe bisher noch keine Infos über die Betrüger. „Wir prüfen aktuell, ob das Konto tatsächlich den Tätern zugeordnet werden kann oder ob es einem ahnungslosen Bürger gehört“, erklärt Dr. Laura Merks, Pressesprecherin der Polizei Lippe.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät davon ab, Urlaube über Plattformen wie „Ebay Kleinanzeigen“ zu buchen. „Spezielle Urlaubsportale bieten einen höheren Käuferschutz“, so Tiana Schönbohm. Ein Fehler, den die Familie wohl nie wieder machen wird. Ob sie die 800 Euro wieder zurückbekommt, ist ungewiss. Ihr lang ersehnter Urlaub steht noch immer aus. (gsc)

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