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Fall Anna Sorokin: So trickste eine Eschweilerin die New Yorker High Society aus

Deutsche Hochstaplerin vor US-Gericht

So trickste Anna Sorokin die New Yorker High Society aus

Anna lebte jahrelang in Saus und Braus

Anna Sorokin aus dem deutschen Eschweiler ist eine dreiste Betrügerin. Obwohl sie keinen Cent in der Tasche hatte, führte die 28-Jährige ein Luxusleben in New York - und das jahrelang. Jetzt steht die junge Frau in den USA vor Gericht. Ihr droht eine lange Haftstrafe. Wie sie die High Society der Megametropole austrickste - und wie ihr Kartenhaus zusammenbrach, erklärt RTL-Reporterin Daniela Hoffmann im Video.

Anna baute sich eine Traumwelt auf

Sie lebte in Luxus-Hotels, trank teuren Champagner und trug exklusive Designerklamotten. Anna Delvey, alias Anna Sorokin, führte alle hinters Licht. Jetzt ist die Hochstaplerin endgültig in der Realität angekommen. Am Freitag begann vor einem New Yorker Gericht der Prozess gegen die 28-Jährige. Sie wirkte sichtlich nervös, sprach nur mit leiser Stimme und ließ den Kopf hängen. Kein Wunder: Der Betrügerin drohen bis zu 15 Jahre Haft!

Anna ließ Freunde auf riesigen Rechnungen sitzen

Mehr als 275.000 Dollar soll die junge Frau über die Jahre ergaunert haben. Laut Anklage geht es um Betrügereien mit Kreditkarten und Bankkonten, unbezahlte Rechnungen, Urkundenfälschung und luxuriöse Reisen mit dem Privatjet. RTL-Reporterin Daniela Hoffmann hat mit Annas Anwalt Todd Spodek gesprochen. Er sagt: Das war alles so gar nicht geplant. "Ich denke, Annas Ziel war es, weltweit Kontakte zu knüpfen und etwas künstlerisches zu machen", sagt Spodek.

Und das hat sie tatsächlich geschafft. Anna reiste mit Freunden um die Welt. Die Kosten dafür hat sie nie selbst übernommen. Angeblich gibt es einen ganzen Stapel unbezahlter Rechnungen. Eine Freundin soll sie sogar nach einer Reise nach Marrakesch auf Rechnungen in Höhe von 60.000 Dollar sitzen gelassen haben.

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Netflix will ihr luxuriöses Abenteuer verfilmen

Jetzt will sogar Netflix das Hochstapler-Leben der 28-Jährigen verfilmen. Stoff gibt es jedenfalls genug. Die junge Frau zog 2013 aus dem nordrhein-westfälischen Eschweiler nach New York. Sie gab sich dort als superreiche Millionen-Erbin aus und änderte ihren Nachnamen in Delvey. Sie erzählte, ihr Vater sei ein russischer Öl-Milliardär und schnorrte bei einer ganzen Reihe von Menschen Geld. In Wirklichkeit arbeitet ihr Vater in Deutschland als Lastwagen-Fahrer.

Anna erklärte sich mit der Verfilmung ihres Lebens einverstanden, offenbarte eine Freundin dem US-Magazin "Paper". Aber unter einer Bedingung: Jennifer Lawrence oder Margot Robbie sollen sie spielen. Das ärgerte vor allem die Richterin. Nach der ersten Anhörung sagte sie: "Sie erscheint besorgter darüber, wer sie in der Verfilmung des Falls spielt, als darüber, was sie ihren Opfern angetan hat. Ich erkenne keine Reue.“