"Hartnäckigkeit zahlt sich eben aus"

Bankräuber nach 17 Jahren Flucht gefasst

In Frankreich wurde der mutmaßliche Täter gefasst. (Symbolbild)
In Frankreich wurde der mutmaßliche Täter gefasst. (Symbolbild)
© deutsche presse agentur

25. August 2021 - 6:50 Uhr

Fahndungserfolg für die Polizei Osnabrück

17 Jahre war er auf der Flucht – jetzt hat die Polizei Osnabrück einen 38 Jahre alten mutmaßlichen Bankräuber endlich gefasst. Er soll 2004 zwei Banken in Osnabrück ausgeraubt haben.

DNA-Treffer in der Datenbank

Von einem "nicht ganz alltäglichen Fahndungserfolg" spricht die Polizei Osnabrück. Der Festnahme seien langwierige und arbeitsaufwändige Ermittlungen der Polizeiinspektion Osnabrück vorangegangen. Es waren die DNA-Spuren des Täters, die ihn letztlich überführten: Dank der sorgfältigen Spurensicherung habe es einen "Treffer" in der Datenbank gegeben, so die Polizei. Dieser führte zu dem 38-Jährigen. Am 13. August konnte er im französischen Roscoff festgenommen werden, nun wartet er auf seine Auslieferung nach Deutschland. "Hartnäckigkeit zahlt sich eben aus", so Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.

Ermittler prüfen Verbindungen zu weiterem Bankräuber

Der 38-Jährige soll im März und November 2004 zwei Filialen der Sparkasse in Osnabrück ausgeraubt haben. Dabei hatte er die Angestellten mit einer Pistole bedroht und erbeutete insgesamt rund 50.000 Euro.

Schon im Februar wurde im lettischen Riga ein flüchtiger mutmaßlicher Bankräuber festgenommen. Er war ebenfalls 17 Jahre auf der Flucht. Der 38 Jahre alte Mann ist den Angaben zufolge bereits nach Deutschland ausgeliefert und wartet auf seinen Prozess. Er soll für einen Banküberfall in Osnabrück und Bremen verantwortlich sein. Nun prüft die Polizei, ob es zwischen beiden Tatverdächtigen und den Taten Verbindungen gibt sowie zu noch nicht aufgeklärten Banküberfällen. Die Taten verjähren nach 20 Jahren, für die juristische Aufarbeitung bleibt also noch Zeit. (dpa/lzi)