Livestream ist beendetExplosion in Ratingen: Pressekonferenz der Polizei im Livestream - wie geht es den verletzten Rettungskräften?

Einsatz eskaliert in Ratingen: Explosionen, Schüsse und schwerverletzte Einsatzkräfte Gegen 11:20 Uhr gab es am Donnerstag, 11.05.2023 in Ratingen in einem Hochhaus einen Polizeieinsatz wegen eines vermeintlichen Suizides. Hinzugerufene Feuerwehrleute öffneten die Wohnungstür, woraufhin die Polizei die Wohnung betrat. Wenige Sekunde später gab es eine enorme Explosion in der Wohnung wodurch mehrere Einsatzkräfte schwer verletzt wurden. In der Wohnung verblieb der Mieter, welcher sich dort verschanzte. Bei dem anschließenden Großeinsatz kamen zahlreiche SEK-Kräfte aus ganz NRW zum Einsatz, sieben Rettungshubschrauber wurden parallel eingesetzt. SEK-Beamte schossen von Nachbarbalkonen auf die Scheiben um anschließend vom angrenzende
Der Einsatz in Ratingen endete dramatisch.
www.imago-images.de, IMAGO/Tim Oelbermann, IMAGO/Tim Oelbermann

Einen Tag nach der Explosion in einem Ratinger Hochhaus haben sich am Freitag fünf schwer verletzte Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im künstlichen Koma befunden. Sie seien in Spezialkliniken für Brandverletzte nach Köln, Duisburg, Dortmund, Düsseldorf und Bochum gebracht worden. „Die Kollegen erlitten Verbrennungen von bis zu 40 Prozent der Körperoberfläche“, teilte die Feuerwehr in Ratingen mit.
Ab 15.30 informieren die Polizei und Staatsanwaltschat über neueste Entwicklungen in Ratingen. Sie erzählen, ob inzwischen ein Motiv bekannt ist, ob der Täter ausgesagt hat – und verraten, wie es den verletzten Polizisten und Feuerwehrleuten geht. Unten im Livestream!
Drama in Ratingen im Liveticker: RTL-Reporter berichten rund um die Uhr

Explosion in Ratingen - ab 15:30 Uhr informiert die Polizei über neue Entwicklungen im Livestream

Liveticker: RTL-Reporter berichten rund um die Uhr aus Ratingen

(kra)

Spendenkonto eingerichtet

„Unser tiefstes Mitgefühl gilt allen betroffenen Einsatzkräften innerhalb der Blaulichtfamilie“, zeigt sich die Polizei bestürzt. Die Polizistinnen und Polizisten haben deshalb nun ein Spendenkonto eingerichtet, mit dem die verletzten Einsatzkräfte und deren Familien unterstützt werden sollen:

Spendenkonto für die betroffenen Einsatzkräfte
Sparkasse Mülheim an der Ruhr
IBAN: DE57 3625 0000 0300 1420 01
BIC: SPMHDE3EXXX
Verwendungszweck: „Ratingen“
(kra)

Weiteres Opfer tot in Hochhaus entdeckt

Im Zusammenhang mit dem Einsatz im Ratinger Hochhaus hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Ein älterer Mann, der in dem Haus gelebt habe, sei gestorben, sagte Silke Wehmhörner von der Polizei Düsseldorf. Nach Informationen des "Spiegel" hatte der Mann durch den mehrstündigen Einsatz nicht mehr versorgt werden können. Die pflegebedürftige Person soll im zweiten Obergeschoss des Wohnhauses gelebt haben.
Jan-Eric Kroeger
Ob die verlorene Dienstwaffe des Beamten gezogen war oder durch die Verpuffung im Gebäude verblieb, könne noch nicht gesagt werden. Nach dieser letzten Frage eines Journalisten ist die Pressekonferenz beendet.
Jan-Eric Kroeger
Der Mann sei der Prepper-Szene zuzuordnen, darauf hätte es verschiedene Hinweise in der Wohnung gegeben. Einer geregelten Arbeit sei er Frau Schultz nach nicht nachgegangen. Die bei dem Einsatz verlorene Waffe eines Beamten sei weitestgehend unversehrt vorgefunden worden.
Jan-Eric Kroeger
Frau Neumann erklärt, dass zwei Mordmerkmale bei der Tat vorgelegen haben, unter anderem Heimtücke. Der Beschuldigte hat sich bisher in der Vernehmung nicht zur Tat äußern wollen und auch auf einen Anwalt verzichtet. Ein Pflichtverteidiger hat die Rolle seines Anwalts übernommen.
Jan-Eric Kroeger
Herr Henning fasst nochmal die Anzahl der Verletzten zusammen: es sind insgesamt 33.
Jan-Eric Kroeger
Herr Hendele sagt, der bestehende Haftbefehl sei nicht der Grund für den Einsatz am Donnerstag gewesen. Zuvor führten die Anwesenden aus, in der vergangenen Woche versuchten Ermittler bereits, den Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen unter anderem wegen Körperverletzung durchzusetzen. Doch die Beamten kamen bereits zu diesem Zeitpunkt nicht in die Wohnung und mussten unverrichteter Dinge wieder gehen.
Jan-Eric Kroeger
Frau Schultz sagt, es gebe konkrete Hinweise darauf, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Corona-Leugner handele. Auch entgegen anderslautender Berichterstattung, es könne sich doch um eine Verwechselung gehandelt haben.
Jan-Eric Kroeger
Der Landrat spricht die zunehmende Gewalt gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte generell an. Die Gesellschaft müsse sich überlegen, ob so etwas weiter tragbar ist.
Jan-Eric Kroeger

Landrat: "Wir sind wütend"

Die zusätzlich gefundene Leiche werde derzeit obduziert, um einen eventuellen Zusammenhang zwischen dem Tod und dem Einsatz zu untersuchen. "Wir sind wütend, wütend auf diese Tat", sagt der Landrat des Kreises Mettmann, Thomas Hendele, zu dem tätlichen Angriff auf die Rettungskräfte.
Jan-Eric Kroeger
Nun spricht Laura Neumann, die zuständige Staatsanwältin. Es gibt einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Beschuldigten wegen versuchten Mordes in neun Fällen. Dazu kommen weitere Delikte. Von einer Schuldunfähigkeit gehen die Ermittler derzeit nicht aus. Ein psychatrischer Sachverständiger wird in der kommenden Woche den Beschuldigten dennoch untersuchen.
Jan-Eric Kroeger
Die Leiche sei schon mehrere Wochen tot gewesen. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden des Todes. Aktuell gehe die Polizei davon aus, dass es sich bei der Explosion um ein gezieltes Tötungsdelikt gegen die Einsatzkräfte gehandelt habe. 
Jan-Eric Kroeger
Kriminaldirektorin Heike Schultz wird nun Auskunft über den derzeitigen Stand der Ermittlungen geben. Der Tatverdächtige sei ein 57-jähriger Deutscher, der aufgefundene Leichnam sei vermutlich die Mutter des Verdächtigen. Die beiden sollen gemeinsam in dieser Wohnung gelebt haben.
Jan-Eric Kroeger
René Schubert, der Leiter der Feuerwehr Ratingen, führt aus, dass alles auf einen Routineeinsatz hingedeutet habe. Da er selbst Funkkontakt zu den Kollegen vor Ort hatte, sei er anschließend selbst zum Einsatzort geeilt. Alle Verletzten konnten sehr schnell durch Notärzte versorgt und per Rettungshubschrauber überregional in Spezialkrankenhäuser geflogen werden.
Jan-Eric Kroeger
Insgesamt stehen zu Buche: 22 leicht, zwei schwer verletzte Polizeibeamte, vier schwer und drei lebensgefährlich verletzte Feuerwehrleute sowie weitere leichter verletzte Personen.

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Video: Tragödie in Ratingen