Gerüchte um Ex-Tengelmann-Chef

Ist Milliardär Karl-Erivan Haub doch nicht tot?

Ist Karl-Erivan Haub gar nicht tot? Sein Bruder Georg zog nun den Antrag auf Todeserklärung zurück.
Ist Karl-Erivan Haub gar nicht tot? Sein Bruder Georg zog nun den Antrag auf Todeserklärung zurück.
© deutsche presse agentur

20. Januar 2021 - 14:25 Uhr

Gerüchte um Leben im Untergrund

Karl Erivan Haub verschwand vor rund zwei Jahren in den Schweizer Alpen. Bei einer Skitour im April 2018 in der Nähe von Zermatt soll er tödlich verunglückt sein. Doch hartnäckigen Gerüchten zufolge, ist der ehemalige Tengelmann-Chef gar nicht tot, sondern führt ein Leben im Untergrund mit einer russischen Geliebten. Sein Bruder heizt die Spekulationen nun weiter an.

Antrag auf Todeserklärung zurückgezogen

In den Streit bei der milliardenschweren Tengelmann-Eigentümerfamilie Haub kommt Bewegung. Nach Angaben des Kölner Amtsgerichts, habe der Tengelmann-Miteigentümer Georg Haub den Antrag zurückgezogen, seinen verschollenen Bruder für tot erklären zu lassen. Die Unternehmensgruppe, dessen Chef Karl-Erivan bis vor gut zwei Jahren war, hat ihren Antrag auf Todeserklärung indes noch nicht zurückgezogen. Dass der Bruder des verstorbenen nun den Antrag revidiert, nährt die hartnäckigen Gerüchte, dass Karl-Erivan Haub gar nicht tot ist.

Die "Bild"-Zeitung berichtet nun vom Schreiben eines Insiders. Dieses Schreiben liefere konkrete "Informationen zum realen Umstand und Aufenthalt" von Karl-Erivan Haub. Demnach soll Haub ein Doppelleben in Russland geführt und mit einer Russin liiert gewesen sein. Der Zeitung zufolge könnte der Georg Haub nun glauben, dass sein Bruder noch am Leben ist.

Nachricht an russische Geliebte am Tag des Unfalls

Seit dem Verschwinden von Haub gibt es immer wieder Gerüchte, dass Haub gar nicht tot sei. Zuletzt hieß es sogar, Karl-Erivan sei mit einer Geliebten in Russland abgetaucht und führe ein Doppelleben. Dies gehe angeblich aus Textnachrichten hervor, die im Zuge seiner Rettung nach dem Ski-Unfall ausgelesen wurden. Demnach schrieb seine mutmaßliche Geliebte am Tag von Haubs Verschwinden, dass sie auf dem Weg nach Moskau sei.

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Tengelmann-Familie ist total zerstritten

Seit dem Verschwinden von Karl-Erivan schwelt ein Familienstreit um die Neuverteilung der Macht bei dem milliardenschweren Handelskonzern. Im Oktober haben Christian Haub und sein Bruder Georg zusammen mit der Unternehmensgruppe beim Amtsgericht Köln beantragt, den Vermissten für tot erklären zu lassen. Ein Unternehmenssprecher sagte damals, Ziel sei es, klare und stabile Verhältnisse im Gesellschafterkreis sowie Sicherheit für die Unternehmensgruppe und ihre 90.000 Mitarbeiter zu erhalten. Tengelmann ist unter anderem zu 74 Prozent an Obi und zu 84 Prozent am Textil-Discounter KiK beteiligt.

Konkrete Hinweise, ob der Ex-Tengelmann-Boss wirklich inkognito in Russland lebt, gibt es aber bisher nicht.

Quelle: RTL.de / DPA

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