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Ex-DSDS-Teilnehmer Patrick H. wegen Mordes angeklagt

Todes-Schüsse im Blumenladen

Ex-DSDS-Teilnehmer Patrick H. wegen Mordes angeklagt

Ex-DSDS-Kandidat steht wegen Mordes vor Gericht Ist er der Blumenladen-Killer aus Neuss?
00:56 min
Ist er der Blumenladen-Killer aus Neuss?
Ex-DSDS-Kandidat steht wegen Mordes vor Gericht

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Er soll Ex-Freundin brutal getötet haben

Patrick H., ein ehemaliger DSDS-Teilnehmer steht seit Mittwoch vor dem Düsseldorfer Landgericht. Der Vorwurf: Mord, versuchte Vergewaltigung und schwerer sexueller Missbrauch. Er soll seiner Ex-Freundin Constanze K. in Neuss aufgelauert und sie mit mehreren Schüssen auf einer Straße getötet haben.

RTL-Reporter berichtet: Patrick H. wirkte niedergeschlagen

Der mutmaßliche Mörder kam im Rollstuhl in den Gerichtssaal. Denn nachdem er seine Ex-Freundin getötet haben soll, warf er sich vor einen Zug. Er wurde schwer verletzt, verlor beide Beine. „Der Auftritt des Angeklagten war schon fast gespenstisch“, berichtet RTL-Reporter Valerio Magno. „Eine graue Decke war komplett über ihn geworfen, es erinnerte an eine Riesen-Burka.“ Der Angeklagte wirkte niedergeschlagen, so Magno. „Er atmete schwer, blickte fast nur nach unten und als der Staatsanwalt die Anklage verlas, weinte der Angeklagte immer wieder.“

Patrick H. soll seine Ex-Freundin vor ihrer Wohnung abgepasst haben, sagt Stefan Peters von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Unter Waffengewalt soll er sie gezwungen haben, mit ihm in ihre Wohnung zu gehen und ein letztes Mal Sex mit ihr zu haben. „Die Geschädigte soll dann in einen nahe gelegenen Blumenladen geflüchtet sein. Dort soll der Angeklagte sie gestellt haben. Und sie mit einem Revolver 37050er Magnum mit vier Schüssen in den Kopf und Oberkörperbereich getötet haben.“

Killer soll Whatsapp-Nachricht an Mutter geschrieben haben

Patrick H.
Der Angeklagte Patrick H. kam mit einer grauen Decke über seinem Kopf in den Gerichtssaal.
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Bereits Anfang des Jahres beginnt das Beziehungsdrama. Der ehemalige DSDS-Kandidat soll versucht haben, seine Ex-Freundin zu vergewaltigen. Aber Constanze K. kann entkommen. Er soll sie danach mehrfach gestalked haben, sodass sie eine einstweilige Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz gegen ihn erwirkt haben soll. „Hierüber soll der Angeklagte verärgert gewesen sein und habe Rache nehmen wollen“, so Peters. Am 26. April kommt es dann zu tödlichen Schüssen.

Nach der Tat soll er der Mutter des Opfers eine Whatsapp-Nachricht geschrieben haben. So fühle es sich an einen geliebten Menschen zu verlieren. Auch an einer weiteren Ex-Freundin soll sich Patrick H. vergangen haben. Deshalb muss er wegen Mordes, schweren sexuellen Missbrauchs und versuchter Vergewaltigung mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen – also mindestens 15 Jahre Haft. Das Urteil soll Mitte Januar fallen.

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