Schreckliche Details um Tod von elf Monate altem Mädchen erschüttern Frankreich

Weil es zu viel weinte: Baby in Kita in Lyon mit ätzendem Rohrreiniger getötet

17.08.2020, Nordrhein-Westfalen, Bochum: Jacken und Rucksäcke hängen in einer Städtischen Kita an Haken im Flur. Kitas in Nordrhein-Westfalen kehren zum Regelbetrieb zurück. Kinder werden im regulären Umfang betreut, es gibt weniger strenge Regelunge
Ein Baby soll in einer französischen Kita getötet worden sein- weil es zu sehr weinte. (Symbolbild)
lop, dpa, Caroline Seidel

Eigentlich wäre es ihre Aufgabe gewesen, sich um das elf Monate alte Mädchen zu kümmern. Doch stattdessen hat eine Kita-Mitarbeiterin das Baby wohl mit einem ätzenden Abflussreiniger getötet. Die Frau aus dem französischen Lyon konnte wohl das Weinen des kleinen Kindes nicht mehr ertragen.

Lyon: Baby (11 Monate) in der Kita mit ätzendem Rohreiniger getötet

Die Feuerwehr fand das Mädchen nach Informationen verschiedener französischer Lokalzeitungen bewusstlos in einer Kita in Lyon. Das Kind wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, doch die Ärzte konnte nichts mehr tun. Die Wiederbelebungsversuchen blieben erfolglos: Das elf Monate alte Mädchen starb.

Die Behörden gingen daraufhin zunächst von einem Unfall aus. Doch die Befragung der einzigen Mitarbeiterin, die zum Zeitpunkt der schrecklichen Tragödie im Dienst war, offenbarte das Unfassbare: Sie gab zu, dass sie dem Kind Abflussreiniger eingeflößt habe. Das Mädchen habe laut geweint und sich einfach nicht beruhigen lassen.

Laut „Euronews“ soll sich die Erzieherin noch in der Ausbildung befinden. Ihr Anwalt Philippe Duplan erklärte gegenüber dem Lokalsender „BFMTV“: „Das Baby weinte, sie wollte es beruhigen, sie konnte sich nicht beruhigen. Ihr ist eine unglückliche und ungeschickte Geste mit sehr ernsten Folgen passiert.“

In diesem Kindergarten in Lyon starb das 11 Monate alte Kind.
In diesem Kindergarten in Lyon starb das 11 Monate alte Kind.
picture alliance/dpa/MAXPPP | Maxime Jegat

Lyon: Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen Kita

Eine Mutter, deren Kind ebenfalls in den Kindergarten in Lyon geht, erhebt im lokalen Fernsehsender „BFM Lyon“ jetzt schwere Vorwürfe. Die Führung habe sich in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert: „Es gab Burnouts; Leute, die aufhörten; Leute, die nicht kamen. Wir hatten am Ende eine Hilfskraft für neun, sogar zehn Kinder, “ so die Mutter gegenüber „BFM Lyon“. Laut „News.de“ ermittelt die Polizei jetzt wegen Totschlags gegen die Erzieherin. (jmu)