„Marlon 2“ wurde in Südkorea geboren

Erster geklonter Hund Deutschlands kommt nach Hause

23. April 2019 - 18:24 Uhr

Deutsches Ehepaar ließ Bulldogge Marlon klonen

Als ihr geliebter Hund Marlon starb, brach für Simone und Sven eine Welt zusammen. Den Tod ihres Tieres wollten sie nicht akzeptieren - und entschieden sich dazu, das Tier in Südkorea klonen zu lassen. Marlons genetischer Zwilling ist nun sieben Monate alt und durfte endlich aus Südkorea nach Deutschland reisen. Die emotionalen Bilder vom Zusammentreffen am Flughafen zeigen wir im Video. Doch wie ähnlich ist der Klon-Hund dem "echten" Marlon wirklich?

Labor in Südkorea klonte den Hund für 90.000 Euro

Vergangenen Sommer starb die Englische Bulldogge Marlon völlig überraschend bei einer Routine-Operation. Doch mit dem Tod ihres geliebten Hundes wollten Simone und Sven sich nicht abfinden - und entschieden sich, Marlon klonen zu lassen. In Deutschland ist das verboten. Doch über das Internet fand das Paar ein Labor in Südkorea, das Haustiere klont. Kostenpunkt für die genetisch identische Kopie von Marlon: 90.000 Euro. Mit Gewebeproben ihres verstorbenen Hundes im Gepäck reisten Simone und Sven also nach Seoul und gaben dort den Klon in Auftrag.

Marlon 2 wurde von einer Hunde-Leihmutter ausgetragen und kam vor sieben Monaten zur Welt. In Südkorea haben Sven und Simone den Klon-Hund bereits besucht und ihr neues Haustier dort zum ersten Mal in die Arme schließen können. Jetzt ist ihr Hund endlich alt genug, um die lange Reise nach Deutschland auf sich zu nehmen.

Klonen von Tieren ist moralisch höchst umstritten

In Deutschland ist das Klonen von Tieren gesetzlich untersagt und moralisch höchst umstritten. Der Deutsche Tierschutzbund hat eine klare Meinung dazu: "Fast immer müssen hunderte Klone sterben, ehe ein Tier lebend zur Welt kommt. Tiere, die zunächst überleben, sind oft krank und sterben früh", mahnt die Organisation auf ihrer Website.