Vor dem EM-Kracher gegen Portugal

Löw warnt vor Ronaldo: "Er kann mehr als Cola-Flaschen verschieben"

19. Juni 2021 - 0:14 Uhr

Achtung, Ronaldo kommt!

Jetzt zählt's: Die Nationalmannschaft muss im EM-Spiel gegen Portugal (Samstag, ab 18 Uhr, hier im Liveticker) dringend punkten. Vor dem Match gegen den Europameister warnt Bundestrainer Joachim Löw vor allem vor einem Mann: Superstar Cristiano Ronaldo. "Er kann mehr als Cola-Falschen verschieben", sagte Löw bei der Abschluss-Pressekonferenz.

Cola-Falschen?! Ja. Unter der Woche hatte der 36-jährige Anführer der Portugiesen bei einer PK für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt, als er zwei Flaschen einfach zur Seite schob – ein mittelschweres Beben für EM-Sponsor Coca Cola...

Oben im Video erfahren Sie, was sich Löw und seine Mannschaft für das Spiel vorgenommen haben.

Löw: "Portugal ist keine One-Man-Show von Cristiano Ronaldo"

Löws Fokus gilt aber nicht nur "CR7". "Portugal ist keine One-Man-Show von Cristiano Ronaldo", erklärte er.

Die deutsche Mannschaft will mit Teamgeist zurück in die Erfolgsspur. Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Frankreich plant Löw aber wohl keinen radikalen System- und Personalwechsel. Mit aufgesetztem Pokerface ließ sich der Bundestrainer keine personellen Überlegungen zu Joshua Kimmich oder Leroy Sané entlocken.

Sané könnte, um die Offensive zu beleben, in die Startelf rücken. Bei Kimmich ist das große Thema die Position. In der Nationalmannschaft spielt er den rechten Außenverteidiger, im Club im defensiven Mittelfeld. Unter anderem RTL-Experte Lothar Matthäus forderte, dass Kimmich auch in der Nationalelf zügig wieder im Mittelfeld auflaufen sollte.

RTL-Reporter Nico Holter: "Deutschland muss volles Risiko gehen"

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Emotionale Jogi-Ansprache an die Mannschaft

"Er hat uns nochmal heiß gemacht", verriet Joshua Kimmich über Löws Ansprache beim Abschlusstraining am Freitag. "Er hat uns schon gesagt, dass wir jetzt langsam in den Wettkampfmodus kommen müssen."

"Wir sind nicht hier, um Urlaub zu machen oder früh abzureisen. Es geht darum, dass wir das Spiel gewinnen und weiterkommen", erklärte Kimmich. Trotz des 0:1 gegen Frankreich sollten alle gegen die Portugiesen "Überzeugung in die eigene Stärke" haben.

Auch Löw machte deutlich, worauf es jetzt ankommt. "Was ich spüre, ist eine entschlossene Stimmung und Haltung des absoluten Willens. Jeder weiß, dass wir einige Dinge besser machen wollen und müssen und werden." Leichter als bei der nicht bestandenen Prüfung gegen den Weltmeister wird es jedenfalls gegen einen "ähnlich starken und eingespielten Gegner" nicht. "Mit dem Druck können alle umgehen. Den kenne ich seit 15 Jahren. Der Druck wird uns nicht erdrücken", versprach Löw.

Sonst droht der deutschen Nationalmannschaft gleich das nächste Turnierdesaster - und Löw ein DFB-Abschied ohne Applaus. (sid/dpa/lhö)

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