Feuerwehr steht vor großem Rätsel

36 Menschen durch Dämpfe an Schule verletzt

Nach ersten Erkenntnissen könnten die Reizungen durch zusammengemischte Putzmittel ausgelöst worden sein.
Nach ersten Erkenntnissen könnten die Reizungen durch zusammengemischte Putzmittel ausgelöst worden sein.
© deutsche presse agentur

12. September 2021 - 7:47 Uhr

Großeinsatz am Freitagvormittag nachdem Schüler verletzt wurden

Nachdem an einem Gymnasium in Eltville am Rhein bei Schülern Atemwegsbeschwerden aufgetreten waren, suchen die Behörden weiter nach der Ursache. Die Untersuchung einer Luftprobe, die beim Großeinsatz am Freitagvormittag entnommen wurde, habe zu keinem Ergebnis geführt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Frankfurt am Main am Samstag.

Luftprobe aus Eltville brachte keine Aufklärung

Bei dem Vorfall seien 36 Personen verletzt worden, wie ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr in Eltville mitteilte. Zehn von ihnen seien zunächst ins Krankenhaus gebracht worden, darunter zwei Feuerwehrleute und eine Reinigungskraft.

Nach ersten Erkenntnissen könnten die Reizungen durch zusammengemischte Putzmittel ausgelöst worden sein. Zunächst bestand der Verdacht, dass Reizgas die Ursache war. Nach Angaben eines Polizeisprechers war das aber vermutlich nicht der Fall. Dennoch könne man auch das nicht ganz ausschließen. Die Frankfurter Feuerwehr analysierte eine Luftprobe. Dabei sei allerdings kein Stoff nachgewiesen worden, der für die Reizungen verantwortlich sein könnte, sagte ein Sprecher. Derartige Dämpfe hätten sich bereits verflüchtigen können, als die Probe entnommen wurde.

Feuerwehr wird am Montag weitere Proben in Eltville nehmen

Beim Eintreffen der Rettungsdienste sei das Gebäude bereits evakuiert und durchlüftet gewesen. Vor Ort hatte die Feuerwehr nach ersten Messungen Entwarnung gegeben. Die Schüler und Schülerinnen seien zunächst wieder in ihre Klassen zurückgekehrt und hätten anschließend den Heimweg angetreten. Am Montag werde die Feuerwehr in Frankfurt weitere Luftproben untersuchen. (dpa/ dky)