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Eltern nannten ihre Tochter "Ikea" - und bekamen ein Sofa vom Möbelhaus geschenkt

Gemobbt wegen ihres Namens

Dafür gab's ein Sofa gratis! Eltern gaben Baby den Namen Ikea

Jasmine Dagless und ihre Mutter.
Ihre Mutter gab ihr den Namen Ikea - in der Schule wurde sie dafür gemobbt.
ACTIONPRESSSWNS FOTO, action press

Einen Namen, den später in der Schule jedes zweite Kind tragen wird – wer will das schon? Kein Wunder also, dass sich Eltern vor der Geburt ihres Kindes genau überlegen, welchen besonderen Namen sie ihrem Kind geben werden. Und oft lassen sie sich bei der Namensfindung von allem möglichen beeinflussen – manchmal eben auch von einer Ikea-Werbung.

Für die Eltern klang der Name gut - für das Kind wurde er zu Belastung

Die heute 19-jährige Jasmine Dagless aus Norwich, Großbritannien, hieß nicht immer so. Bei ihrer Geburt gaben ihre Eltern ihr den Namen „Ikea“ – den Namen, den auch das bekannte schwedische Möbelhaus trägt. Und es war kein Scherz, den sich ihre Eltern da erlaubten. Ganz im Gegenteil! Als Jasmines Mutter während der Schwangerschaft eine Werbung des Möbelhauses sah, sei sie sich sicher gewesen: So sollte auch ihre Tochter heißen. „Für sie klang es einfach richtig“, erzählt Jasmine dem Mirror. Da hatte sie aber nicht daran gedacht, dass ein so außergewöhnlicher Name später einmal zum Problem werden könnte.

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Kostenlose Möbel und Spielsachen

Und ihr Name habe der Familie sogar den ein oder anderen Vorteil gebracht. So sei eines Tages ein Brief des schwedischen Möbelhauses bei der Familie eingegangen. Darin habe man der Familie kostenlose Möbel und Spielzeuge versprochen. Doch während ihre Familie dank ihres Namens ein neues Sofa bekam, litt Jasmine unter ihm. Der Name, der für die Eltern etwas ganz Besonderes war, wurde für ihre Tochter zu einer Belastung. In der Schule habe es nämlich angefangen, dass Jasmine, damals unter dem Namen Ikea, gemobbt wurde. Im Interview erzählt sie, man habe sie „flat pack“ genannt. Zu Deutsch bedeutet das so viel wie montagefertige Möbel.

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"Das Mobbing hat mich wirklich schockiert"

Jahrelang habe Jasmine die Mobbing-Attacken ihrer Mitschüler über sich ergehen lassen. Aber im Jahr 2014 wurde es ihr dann offenbar zu viel. Ganz legal habe sie ihren Namen von Ikea in Jasmine umändern lassen. Gegenüber Mirror erzählt sie heute, wie sehr sie das Mobbing der Mitschüler damals überrascht hat: „Das Mobbing hat mich wirklich schockiert weil Kinder Ikea doch gar nicht kennen.“

Ihre Mutter, der sie den ausgefallenen Namen zu verdanken hatte, sei mit der Namensänderung einverstanden gewesen. Also ließ Jasmine ihren Zweitnamen zu ihrem Erstnamen werden und heißt seitdem Jasmine Ikea Dagless. Innerhalb der Familie würde man sie nach wie vor Ikea oder einfach nur Kea nennen. Aber für die Öffentlichkeit heißt die 19-Jährige seit ein paar Jahren ganz offiziell Jasmine. (vho)