Neuseeländerin erlebt Horror auf dem Platz

Eigentor-Drama: Fußball-Albtraum wird wahr

New Zealand defender Meikayla Moore wipes her face as she walks to the bench after being taken out of the game during the first half of the 2022 SheBelieves Cup soccer match against the United States Sunday, Feb. 20, 2022, in Carson, Calif. (AP Photo
Meikayla Moore nach ihrer Auswechslung.
MT, AP, Mark J. Terrill

Ein Arbeitstag zum Vergessen. Die neuseeländische Fußball-Nationalspielerin Meikayla Moore erzielte beim Länderspiel gegen die USA einen lupenreinen Hattrick – allerdings per Eigentor. Drei Dinger in 31 Minuten. Das seltene Schauspiel löst viel Mitleid aus.

Erste Eigentore binnen 82 Sekunden

Der Tag von Meikayla Moore war nach sechs Minuten gelaufen – da standen schon zwei Eigentore hinter ihrem Namen. Und die 0:5-Niederlage gegen die USA beim „She Believes Cup“ nahm ihren Lauf.

In der 5. Minute begann die Eigentor-Tragödie, als sie eine Flanke von der linken Seite unglücklich ins eigene Netz abfälschte. Keine zwei Minuten später köpfte sie wie einst Nationalverteidiger Jürgen Kohler das Leder ins Tor.

Den unschönen Hattrick (36.) machte dann eine weitere unsauber verarbeitete Flanke „perfekt“. Moore starrte ungläubig auf den Rasen. Kurz darauf erlöste sie ihr Trainerin, nahm die 25-Jährige vom Platz, umarmte sie. Moore lief sichtlich aufgewühlt zur Bank. Ein Alptraum für die Verteidigerin, die Tore ja eigentlich verhindern soll.

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"Wir stehen hinter ihr"

Die Abwehrspielerin ist keine Novizin. Sie spielt seit 2020 für den FC Liverpool, lief davor unter anderem für den 1. FC Köln und den MSV Duisburg auf. In der Nationalmannschaft kommt sie auf nun 50 Einsätze.

Nach dem Spiele munterten sie viele Fans auf Twitter mit den Worten „Kopf hoch“ auf. Auch die US-Nationalspielerin Ali Krieger sorgte sich um die Neuseeländerin: „Ich muss sagen, mein Herz geht an Moore. Dieses schöne Spiel kann manchmal grausam sein und heute definiert sie nicht! Ich kann mir den Druck nicht vorstellen, den sie jetzt verspürt, und ich hoffe, es geht ihr gut.“

Am wichtigsten aber waren wohl die Worte ihrer Trainer Jitka Klimkova. „Egal auf welchem Level: Jeder Spieler hat großartige Matches und harte Matches. Heute war es für sie ein harter Tag“, sagte sie. „Natürlich ist sie jetzt traurig und enttäuscht. Aber sie ist eine unglaubliche Person und Spielerin, die in dieses Team gehört. Wir stehen in diesem schweren Moment alle hinter ihr.“ Moore selbst hat sich bislang noch nicht geäußert.

Übrigens: In der Bundesliga teilen sich mehrere Spieler den Eigentor-Rekord. Der letzte, der zwei Eigentore in einem Spiel erzielte, war der Hannoveraner Karim Haggui. (msc)