Bei der Verlesung der Anklage brachen Eltern in Tränen aus

Pädo-Erzieher gesteht Kindesmissbrauch - so lange muss er in den Knast

Kita-Pädagoge Lukas B. muss sich vor dem Landgericht Dresden wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verantworten.
Kita-Pädagoge Lukas B. muss sich vor dem Landgericht Dresden wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verantworten.
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25. Oktober 2021 - 8:57 Uhr

Urteil nach Kindesmissbrauchs-Geständnis

Dieses Geständnis ist so unfassbar wie ekelhaft. Erzieher Lukas B. hat bereits zu Beginn der Verhandlungen von dem Landgericht in Dresden gestanden: Ich habe Kinder sexuell missbraucht. Mindestens acht Mädchen und Jungen sollen davon betroffen sein. Die Kinder waren zwischen zwei und drei Jahre alt. Dafür wandert der Mann jetzt in den Knast.

Erzieher aus Dresden muss in den Knast

Vor seinen Übergriffen in der Kita soll B. schon zwei Jahre lang seine Nachbarstochter missbraucht haben. Weil er seine Erzieher-Ausbildung nicht geschafft haben soll, sei er erst in einem Callcenter und in der Altenpflege untergekommen, bevor er dann Helfer in der Kita "Abenteuerland" wurde, das berichtete zuerst die "Bild". Jetzt fiel das Urteil gegen den Pädo-Erzieher. Wie die Zeitung berichtet, muss der Sextäter sechs Jahre und acht Monate in den Knast.

Pädo-Erzieher arbeitete in der Kita-Abenteuerland in Dresden

Der Mann war seit April 2018 in der städtischen Kita "Abenteuerland" in Dresden-Strehlen als pädagogischer Mitarbeiter angestellt. Bis Oktober 2020 hat er dort sein Unwesen getrieben. Hinzu kommt, dass der Mann viele seiner Taten gefilmt hat. Inspiriert waren seine abscheulichen Übergriffe wohl von kinderpornographischem Material, das bei einer Hausdurchsuchung auf seinem Computer gefunden wurde. Dabei soll es sich um mehr als 50.000 Dateien handeln, die Lukas B. seit April 2013 heruntergeladen hat.

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RTL-Reporter konfrontierte den Kinderschänder vor Gericht

RTL-Reporter Frank Vacik war vor Ort am Dresdner Landgericht. Er berichtet von einer schauderhaften Anklageschrift.
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Schon beim Prozessauftakt hatte B. gestanden, die Kinder sexuell missbraucht zu haben. RTL-Reporter Frank Vacik war vor Ort und konfrontierte den Angeklagten mit seinen Taten. Doch der drehte seien Kopf zur Seite und wollte sich nicht äußern. Sein Gesicht verdeckte der Mann mit einem Aktenordner.

Auch bei der Verlesung der Anklage blieb er kalt, das berichtete unser Reporter. "Während der Angeklagte selbst keine Miene verzogen hat, als die Staatsanwältin die schauderhafte Anklage verlesen hat, konnten die Eltern ihre Emotionen selbst nicht verbergen", berichtet Vacik. (dky)