Ein verwahrlostes Tier musste bei der Horror-Besitzerin bleiben

7 süße Dackelwelpen aus ungarischem Tiertransport gerettet

Sieben Dackelwelpen fand die Polizei in Dortmund in einem möglicherweise illegalen Tiertransporter.
Sieben Dackelwelpen fand die Polizei in Dortmund in einem möglicherweise illegalen Tiertransporter.
© Facebook, Tierschutzorganisation Arche 90 e.V.

14. April 2021 - 14:11 Uhr

Hunde werden von Ungarn nach England transportiert

Die Polizei Dortmund hat einen mutmaßlichen Transport von Dackelwelpen gestoppt, der von Ungarn nach England unterwegs war. Noch ist unklar, ob es sich um einen illegalen Transport handelt. Die Hunde werden aktuell im Tierheim untersucht, ihr Zustand ist kritisch.

30-Jährige hat keine Papiere für die Hunde

Polizei und Veterinäramt rückten am Karfreitag zu dem Einsatz im Dortmunder Stadtteil Westrich aus. Zuvor hatten die Beamten Hinweise auf eine Wohnung erhalten, die in Zusammenhang mit einem Tiertransport stehen könnte. Bei einer 30-jährigen Frau im Garten entdeckte die Polizei tatsächlich sieben Dackelwelpen. Die Frau erklärte, dass sie sich mit den Hunden auf dem Weg von Ungarn nach England befinde.

Eine Kontrolle der Welpen und des Transports ergab Widersprüche, da die Frau keine Papiere bei sich hatte. Experten der Stadt und eine Tierschutzorganisation wurden zu dem Fall hinzugezogen. Die Hunde hatten mehrere Stunden in der Kälte ausharren müssen und waren in einem schlechten Zustand, wie der WDR berichtete.

Tiere wurden in engen Käfigen eingepfercht

Das Veterinäramt brachte sechs Dackel zunächst im Dortmunder Tierheim unter. Die Hunde waren laut Polizeiangaben in dem Transporter in engen Käfigen eingesperrt gewesen. Der siebte Welpe blieb bei der Frau aus Ungarn, da sie den Besitz nachweisen konnte. Die Frau hatte angegeben, dass die anderen Tiere bereits an Käufer aus Großbritannien vermittelt wären. Ihre Aussagen waren aber offenbar widersprüchlich. Zunächst habe sie gesagt, dass einige Hunde bereits in Deutschland verkauft worden seien, später sagte sie dann noch, dass die Welpen doch zum Teil ihr selbst oder Verwandten gehörten.

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Tierschutzorganisation sucht Hilfe bei Facebook

Neben den Ermittlungen der Polizei versuchte auch die Tierschutzorganisation "Arche 90" Klarheit in dem Fall zu gewinnen. Auf seiner Facebook-Seite bittet der Verein um Hinweise und Mithilfe. Laut "Arche 90" wurden in Anzeigenportalen im Internet augenscheinlich sehr ähnliche Hunde angeboten. Außerdem weist die Organisation auf das Problem hin, dass der illegale Handel mit Welpen in der Corona-Pandemie zugenommen habe, da sich viele Menschen durch die Kontaktbeschränkungen einsam fühlten und sich für Haustiere interessieren würden. Nicht selten seien die Tiere krank und ausgehungert. Bei den Dackelwelpen in Dortmund sei akuter Durchfall festgestellt worden.

Blutuntersuchungen sollen Erkenntnisse bringen

Die sechs Dackelwelpen erholen sich erstmal weiter im Dortmunder Tierheim. Die Welpen werden jetzt erst einmal gründlich untersucht. Den jungen Hunden sei Blut entnommen worden, um den Impfstatus zu ermitteln, sagte ein Sprecher der Stadt Dortmund. Man erwarte die Ergebnisse Ende der Woche. Danach werde sich wohl entscheiden, wie es für die Dackelwelpen weitergehe.

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