Diese Verkleidung war zu echt...

"Pirat" muss mit Polizei auf Wache

Captain Jack Sparrow in Fluch der Karibik ist wohl einer der bekanntesten Piraten. Wollte der Mann ihm nacheifern?
Captain Jack Sparrow in Fluch der Karibik ist wohl einer der bekanntesten Piraten. Wollte der Mann ihm nacheifern?
Verwendung weltweit, usage worldwide

17. Oktober 2021 - 12:57 Uhr

Mit Steinschlosspistole, Steinschlossgewehr und Machete unterwegs

Er wollte nur aus Hagen zu einer Feier nach Dortmund reisen – und landete auf der Polizeiwache. Ein 54-Jähriger hatte sich als Pirat verkleidet und trug, wahrscheinlich um richtig echt zu wirken, Waffen als Deko: Machete, Steinschlosspistole und Steinschlossgewehr. Am Bahnhof stoppte die Polizei den Mann.

Verkleidung verängstigt Reisenden am Hagener Hauptbahnhof

Der "Pirat" war im Hagener Hauptbahnhof unterwegs. Seine Verkleidung und insbesondere die Waffen, die er trug, verängstigte einen anderen Reisenden, der die Polizei informierte. Bundespolizisten entdeckten den 54-Jährigen auf dem Bahnsteig. Der Deutsche gab an, dass er zu einem Event nach Dortmund mit dem Zug reisen wolle. Unaufgefordert händigte der Mann seine "Waffen" aus. Hierbei handelte es sich um eine Steinschlosspistole, ein Steinschlossgewehr und eine Machete. Die Machete trug der "Pirat" gesichert in einem dafür vorgesehenen Holster.

Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit eingeleitet

Die Bundespolizisten baten den Mann, mit auf die Wache zu kommen, um seine Identität zu überprüfen. Dabei stellten sie fest, dass es sich bei den Waffen um reine "Dekorationswaffen" handelte. Eine sogenannte Dekorationswaffe ist eine schussunfähige Waffe, die jedoch täuschend echt aussieht.

Bei der Steinschlosspistole und der Steinschlossflinte handelte es sich um Anscheinswaffen, die im öffentlichen Raum nicht getragen werden dürfen. Die Waffen wurden sichergestellt und können vom 54-Jährigen verpackt wieder abgeholt werden.

Die Bundespolizei leitete anschließend ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffengesetz ein. Ob der Mann ohne seine Waffen noch in Feierlaune war und weiter gereist ist, ist nicht bekannt. (dpa/lha)