Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen

Dieb vergisst Ausweis – und muss 314 Euro zahlen

03.07.2022, Hamburg: Fluggäste warten im Helmut Schmidt Flughafen vor dem Sicherheitscheck auf die Abfertigung. Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bei der notwendigen Halterabfrage fiel auf, dass gegen den 30-Jährigen ein offener Haftbefehl vorliegt. (Symbolbild)
dpa, Axel Heimken

Richtig doof gelaufen ist eine Reise für einen 30-Jährigen. Am Freitagnachmittag wollte er von Hamburg nach Danzig fliegen, doch dazu sollte es nicht kommen.

Reise beendet

Gegen 16.50 Uhr sollte der Flieger vom Hamburger Flughafen in Richtung Danzig abheben, den 30-jährigen Passagier suchte man an Bord aber vergebens. Den Gang durch die Luftsicherheitskontrolle meisterte er zwar noch mit Bravur, wenig später wurde seine Reise jedoch jäh beendet. Der Grund: An jener Sicherheitskontrolle lies er seinen Personalausweis liegen.

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Bundespolizei wird auf Dieb aufmerksam

Die Bundespolizei wollten den Besitzer auf seinen Verlust aufmerksam machen und den Ausweis zurück an den Mann bringen. Bei der notwendigen Halterabfrage fiel dann jedoch auf, dass gegen den 30-Jährigen ein offener Haftbefehl vorliegt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hatte ihn im Dezember 2021 wegen Diebstahls zu 30 Tagessätzen à 8 Euro verurteilt. Hiervon war erst einer bezahlt. Als der herbeigeeilte Passagier überglücklich sein Ausweisdokument abholen wollte, wurde er mit der Hiobsbotschaft konfrontiert. Wohl oder Übel muss er die restlichen 232 Euro bezahlen. Doch damit nicht genug: Die Beamten beanspruchten für ihre Suchaktion eine Gebühr von 82 Euro. Zu allem Überfluss hob dann auch noch das Flugzeug ohne ihn ab. (hzi)