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"Die Mitleids-Rolle von Nikita Mazepin ist fehl am Platz"

RTL-Reporter Felix Görner

"Die Mitleids-Rolle von Nikita Mazepin ist fehl am Platz"

Während in der Ukraine das russische Militär Zivilisten bombardiert, klagt der vom Formel-1-Team Haas geschasste Nikita Mazepin in Moskau der Welt sein Leid. Er fühle sich verletzt und unfair behandelt vom US-Rennstall, sagte der 23-Jährige in einer Video-Pressekonferenz . Voll daneben, findet unser Reporter Felix Görner.

Sehen Sie im Video oben, was RTL-Reporter Felix Görner in der aktuellen Situation vom Oligarchen-Sohn Nikita Mazepin erwartet hätte.

Profiteur des "System Putin"

Als Sohn des Unternehmers Dmitri Masepin, der zum „engsten Kreis“ von Russlands Präsident Wladimir Putin gehört, habe Nikita Mazepin vom „System Putin“ profitiert – seinen Platz in der Königsklasse in gewisser Weise diesem System zu verdanken. Insofern sei sein Rauswurf nur konsequent.

Die Europäische Union ging später noch einen Schritt weiter: Sie setzte Nikita Mazepin und seinen Vater Dmitri auf ihre erweiterte Sanktionsliste . Ihre Vermögenswerte in der EU werden eingefroren, die Einreise in EU-Staaten ist ihen ab sofort verboten.

"Dann wurde mein Vertrag beendet"

Kurz zuvor hatte Nikita Mazepin in einer Video-Pressekonferenz aus Moskau seinem Ärger über den Rauswurf bei Haas Luft gemacht und mit dem Team abgerechnet. Zum Ukraine-Krieg positionierte er sich dabei nicht. „Gibt es im Sport überhaupt keinen Platz für Neutralität?“, wollte Mazepin wissen und spannte einen Bogen bis in die 1980er Jahre, als mehrere Nationen nicht an den Olympischen Spielen 1980 in Moskau teilnahmen.

„Hat ein Sportler nicht nur das Recht auf eine Meinung, sondern auch das Recht, diese Meinung aus dem öffentlichen Raum herauszuhalten?“, argumentierte er. Mazepin macht von seinem Recht Gebrauch und tut seine Meinung nicht kund. Haas und die EU haben sich auch ihre Meinung gebildet und ziehen Konsequenzen. (sid/dpa/wwi)