Die langfristigen Folgen von 9/11: Dutzende Kinder haben ihre Eltern in den Trümmern verloren

10. September 2021 - 10:46 Uhr

"Ich wurde geboren sieben Wochen nachdem mein Vater im Südturm getötet wurde"

Robin Higley ist nur eines von dutzenden Kindern, das damals seinen Vater verloren hat. Insgesamt haben 2.000 Kinder eines ihrer Elternteile verloren. Heute sprechen sie darüber, wie sie mit der Situation leben. "Ich wurde geboren sieben Wochen nachdem mein Vater im Südturm getötet wurde", erzählt sie voller Trauer.

Die vaterlosen Teenager von damals behandeln heute die krebskranken Rettungskräfte

Rettungskräfte in den Trümmern des World Trade Centers am 11. September 2001
Feuerwehrleute sind besonders oft von den gesundheitlichen Langzeitschäden der Terroranschläge von 9/11 betroffen.
© RTL Interactive

Matt Van Auken kennt das Gefühl, wenn man einen Elternteil verloren hat, sehr gut. Er war 14 Jahre alt, als die Türme seinen Vater begruben. Damals erzählte er einem amerikanischen Fernsehteam, er wolle Arzt werden und er hat diesen Traum wahr gemacht.

Der Kreis um 9/11 schließt sich heute für ihn. Denn heute behandelt er, der selbst Opfer der Anschläge geworden ist, Patienten, die noch heute mit den gesundheitlichen Schäden des Terroranschlags zu kämpfen haben.

Einer seiner Patienten ist John Gerrish, damals stellvertretender Chef der New Yorker Polizei. Heute leidet er an Blutkrebs. Vermutlich ist es das Asbest im Trümmerstaub der Türme, das ihn Jahre später krank gemacht hat und die beiden Opfer von 9/11 mit so unterschiedlichen Geschichten heute zusammenführt. Der Mediziner erwartet in den nächsten Jahren noch viele weitere solcher Fälle. Noch lange werden die Terroranschläge vom 11. September also weiter ihr schreckliches Gesicht zeigen.