Verband greift durch

DFB verbannt WhatsApp von Diensthandys

Oliver Bierhoff mit Handy am Ohr.
Oliver Bierhoff mit Handy am Ohr.
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06. Oktober 2021 - 17:42 Uhr

Aus für WhatsApp beim DFB

Schluss mit WhatsApp – zumindest beim DFB: Der Deutsche Fußball-Bund will künftig den Messengerdienst von den Diensthandys seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbannen. Das bestätigte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff am Mittwoch.

Spieler sind davon nicht betroffen

"Es ist so beschlossen worden", sagte Bierhoff auf der Pressekonferenz zu den WM-Qualispielen des DFB-Teams. "Da gibt es wirklich Bedenken. Da haben wir als Geschäftsführung beschlossen, dass wir WhatsApp aus unserem System nehmen". Als Grund nannte er datenschutzrechtliche Bedenken: "Alle Kontaktdaten wandern nach Amerika und das können wir als Unternehmen nicht verantworten."

Die Spieler der Nationalmannschaft sind von dem Bann aber nicht betroffen. Auch mit dem jüngsten Technik-Ausfall, von dem auch WhatsApp stundenlang betroffen war, hat das Verbot nichts zu tun.

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Datenschutz steht im Vordergrund

DFB-Sprecher Jens Grittner ergänzte: Dieser Weg sei wegen der datenrechtschutzlichen Überlegungen bei vielen Unternehmen nicht neu. "Es gibt inzwischen viele Alternativen auf dem Markt." Daher drohe keine keine "kommunikative Versorgungslücke". Die Entscheidung sei zudem eine Beleg dafür, dass der DFB im Bereich IT professionell aufgestellt sei und gute Hinwiese bekomme. Geplant ist offenbar der Umstieg auf den Nachrichtendienst Signal.

Auch anderen größere Unternehmen in Deutschland haben ihre geschäftliche Kommunikation bereits von WhatsApp umgestellt. Datenschutz-Experten ist der Dienst immer wieder ein Dorn im Auge.

Im Mai hatte die Datenschutzbehörde in Hamburg sogar die personenbezogene Datenweitergabe von WhatsApp verboten. User und Userinnen, die den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmen, können die App nur eingeschränkt benutzen. (msc)