Britta Zur führt Polizei in Gelsenkirchen

Deutschlands jüngste Polizeichefin trägt die Waffe um den Hals

"Polizeipräsidentin? Meine Töchter würden sagen: mega"

Gut, dass sie an jenem Freitagabend Ende November ans Telefon gegangen ist. Britta Zur ist auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf, als ihr Handy klingelt. Unbekannter Anrufer. Sie geht trotzdem dran, spricht mit Herbert Reul, dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Seit Ende Dezember ist sie Polizeipräsidentin in Gelsenkirchen, nun wurde sie offiziell ins Amt eingeführt. Dabei hat sie sich für ihr Amt einige Ziele gesetzt. Welche das sind zeigen wir hier im Video.

Polizei Gelsenkirchen: "Unsere Präsidentin schießt scharf mit Worten, wenn es sein muss. Dafür braucht sie keine Waffe"

Die neue und die ehemalige Polizeipräsidentin von Gelsenkirchen: Britta Zur (links) und Anne Hesselhaus
Die neue und die ehemalige Polizeipräsidentin von Gelsenkirchen: Britta Zur (links) und Anne Hesselhaus
Polizei NRW / https://twitter.com/polizei_nrw_ge

Britta Zur wirkt aufgeräumt, als sie bei ihrer Amtseinführung in der Zeche Oberschuir ans Rednerpult tritt. Ein beeindruckender Ort, der Saal im ehemaligen Bergwerk Consolidation. Deutschlands mit 39 Jahren jüngste Polizeichefin nutzt die tolle Bühne für eine erfrischende Rede, in der sie lachend erzählt, dass ihre Töchter den neuen Job der Mama wohl "mega" fänden.

Und dass sie sie kurz darüber nachdachte, als der Anrufer im November sich als NRW-Innenminister zu erkennen gibt. Jetzt sagt sie: "Ich bin froh, dass ich den Anruf ernst genommen habe." Sonst wäre sie wohl noch Staatsanwältin in Düsseldorf, was vorher 12 Jahre lang ihr Beruf war.

Gelsenkirchen, einst wegen der ewig leuchtenden Flammen seiner Kokereien "Stadt der 1.000 Feuer" genannt, darf sich auf eine Polizeichefin freuen, die Feuer und Flamme für ihren neuen Job zu sein scheint. So kommt Britta Zur rüber, als sie fröhlich und erfrischend ihre Rede hält.

Ihre Pistole trägt sie dabei in Form eines ungewöhnlichen Accessoires an einer Halskette. Damit ist sie ausreichend bewaffnet. "Unsere Präsidentin schießt scharf mit Worten, wenn es sein muss. Dafür braucht sie keine Waffe", twittern die Kollegen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformtwitter, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.