Der Pollenkalender: Wann fliegt was?Es blüht schon wieder los! Diese Bäume triezen Allergiker schon jetzt

Die Pollensaison ist eröffnet!
Schon im Januar können erste Frühblüher Pollen in die Luft schicken, so richtig Fahrt nimmt der Pollenflug aber meist erst mit den ersten warmen, sonnigen Tagen auf. Besonders im milderen Südwesten und Westen ist die Pollensaison bereits in Gang: Vor allem die Hasel streut jetzt kräftig – und sie bleibt nicht allein. In den nächsten Wochen kommen weitere Bäume dazu, die Allergiker spürbar belasten können. Wir zeigen, wann welche Pollen unterwegs sind – und was dagegen hilft.

Pollensaison startet mit Frühblühern

Die Pollenflugzeiten variieren von Jahr zu Jahr je nach Witterung. In Deutschland fangen Blüte und Frühling zuerst im Oberrheingraben an und breiten sich dann sukzessive bis nach Nordosten zur Ostsee hin aus. In den höheren Lagen hängt die Flugsaison meist ein paar Tage oder auch Wochen hinterher.

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Die häufigsten Auslöser einer Pollenallergie sind die Frühblüher, zu denen Birken-, Erlen-, Hasel und dann auch Gräserpollen zählen. Aber auch Beifuß, Ambrosie und Roggen lösen oftmals Allergien aus. Birkenpollen gehören zu den Hauptauslösern von Heuschnupfen und allergischem Asthma. Der Birkenpollenflug beginnt meist Mitte März und hat im April seinen Höhepunkt.

Diese Übersicht zeigt, wann welche Pollen fliegen

Grafik: Zu diesen Zeiten ist die Pollenbelastung besonders hoch.
Zu diesen Zeiten ist die Pollenbelastung besonders hoch
  • Ambrosie: Juni bis Oktober

  • Beifuß: Juni bis November

  • Birke: März bis Juli

  • Buche: März bis Juni

  • Eiche: März bis Juli

  • Esche: Januar bis Juni

  • Erle: Januar bis April, erste Pollen ab Dezember möglich

  • Flieder: März bis Juni

  • Gräser: März bis Oktober

  • Hasel: Januar bis Mai, erste Pollen ab Dezember möglich

  • Kiefer: März bis September

  • Pappel: Februar bis Mai

  • Raps: April bis August

  • Roggen: Mai bis August

  • Rosskastanie: April bis Juni

  • Ulme: Februar bis Mai

  • Walnuss: April bis Juni

  • Weide: Februar bis Juni

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Lüften, saugen und Co.: So kommt ihr einer allergischen Reaktionen zuvor

  • Saugt in der Wohnung möglichst täglich die Pollen von Teppichen und Möbeln. Mittlerweile gibt es auch Staubsauger mit Pollenfiltern

  • Legt draußen getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer, sondern beispielsweise im Badezimmer ab

  • Wascht euch vor dem Zubettgehen die Haare

  • Plant – sofern möglich – euren Urlaub zur Hauptflugzeit der Pollen und verreist ans Meer oder in die Berge. Dort ist die Luft so gut wie frei von Pollen

  • Lüftet eure Wohnung zu Zeiten, in denen der Pollenflug am geringsten ist. In der Stadt ist das zwischen sechs und acht Uhr, auf dem Land zwischen 19 und 24 Uhr

  • Alternativ könnt ihr die Räume auch nach einem Regenschauer lüften – dann ist die Luft am saubersten

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Noch mehr Tipps für Allergiker

  • Wählt als Garten- oder Balkonpflanzen solche, die Bienen oder Hummeln anziehen. Deren Pollen sind zu schwer, um vom Wind getragen und verbreitet zu werden

  • Solltet ihr einen eigenen Garten haben, mäht den Rasen nicht selbst. Sorgt dafür, dass der Rasen möglichst kurz gehalten wird

  • Falls ihr nicht genau wisst, auf welche Pollen ihr allergisch reagiert, solltet ihr bei eurem Hausarzt einen Prick-Test machen lassen. Dabei handelt es sich um eine Art Provokationstest, mit dem sich mögliche Allergene schnell ermitteln lassen. Das erleichtert es euch, die entsprechenden Pollen zu meiden und zudem Kreuzallergien zu umgehen

  • Haltet euch während der Hochphase des entsprechenden Pollenflugs möglichst wenig draußen auf

  • Mithilfe von Pollenschutzgittern vor den Fenstern lassen sich mindestens 85 Prozent der Flugsamen abwehren