Er erzählte Angehörigen am Telefon von der Tat

Enkel (22) tötet seine Großmutter (80) in Delmenhorst

In einer ruhigen Gegend in Delmenhorst wurde offenbar eine 80-Jährige getötet.
In einer ruhigen Gegend in Delmenhorst wurde eine 80-Jährige getötet.
RTL Nord

In einem Einfamilienhaus in Delmenhorst (Niedersachsen) ist am Sonntagabend eine 80-jährige Frau getötet worden. Der Tatverdächtige ist ihr 22-jähriger Enkel, der auch in dem Haus lebte.

Delmenhorst: Polizei findet tote Frau auf Grundstück

Der 22-Jährige hat laut Polizei am Sonntagabend (07.08.) Angehörige in Rheinland-Pfalz angerufen und ihnen erzählt, dass er seine Großmutter getötet habe. „Die Angehörigen aus Rheinland-Pfalz haben dann in Rheinland-Pfalz den Notruf gewählt, sodass sie dann erst in einer Leitstelle in Rheinland-Pfalz landeten und die Kolleginnen und Kollegen dann die zuständige Leitstelle in Oldenburg darüber in Kenntnis setzten“, schildert Albert Seegers von der Polizei Delmenhorst die Situation im RTL-Interview. Die Einsatzkräfte fanden dann die leblose Frau außerhalb des Hauses, ein Notarzt konnte laut Polizei nur noch den Tod der Seniorin feststellen. Der 80-Jährigen sei offensichtlich Gewalt angetan worden, berichtet die Polizei.

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Tatverdächtiger Enkel wird vor Ort festgenommen

Die Polizei musste laut Albert Seegers davon ausgehen, dass der Enkel aggressiv und gegebenenfalls bewaffnet sein könnte, als die Polizei am Tatort ankommt. Die Einsatzkräfte finden den Tatverdächtigen im Haus und nehmen ihn fest. Der 22-Jährige hat leichte Verletzungen im Gesicht. „Er hat gegenüber den eingesetzten Beamten angegeben, dass er sich diese bei der Auseinandersetzung mit der Großmutter zugezogen hat“, so Albert Seegers im Gespräch mit RTL.

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Motiv der Tat ist noch unklar

Laut Polizeisprecher Albert Seegers sind die Beamten darauf angewiesen, dass sich der Verdächtige zu der Tat äußert.
Laut Polizeisprecher Albert Seegers sind die Beamten darauf angewiesen, dass sich der Verdächtige zu der Tat äußert.
RTL Nord

Nachdem seine Verletzungen im Krankenhaus versorgt wurden, sei der 22-jährige bei der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Obwohl die Polizei Spuren am Tatort gesichert hat, die noch ausgewertet werden, fehlen noch genauere Erkenntnisse zur Tat. „Die Motivlage ist gänzlich unbekannt und darum sind wir darauf angewiesen, dass er sich irgendwann zur Tat einlässt“, erklärt Albert Seegers. Am Montagnachmittag wurde der Mann einem Haftrichter vorgeführt. Wie die Polizei mitteilt, gibt es „dringende Gründe für die Annahme einer (verminderten) Schuldunfähigkeit“. Der 22-Jährige wurde deshalb in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.(mba)