Peeling mit dem Skalpell

Das steckt hinter dem Beauty-Trend "Dermaplaning"

19. März 2019 - 17:31 Uhr

"Gesichtsrasur" für Frauen

Straffe, glatte, strahlende Haut: Davon träumen viele Frauen. Mit dem neuen Beauty-Trend "Dermaplaning" soll der Traum nach einem ebenmäßigen Hautbild ganz einfach möglich sein – und das ganz ohne Botox oder Hyaluronsäure, aber dafür mit einer scharfen Klinge. Beim Dermaplaning werden mit einem Skalpell tote Hautzellen quasi vom Gesicht abgekratzt. Aber funktioniert es wirklich? Wir haben eine Dermaplaning-Anwenderin ins Kosmetikstudio begleitet. Das durchaus erstaunliche Ergebnis im Video.

Was ist Dermaplaning?

In Asien und Hollywood schwören Frauen schon lange auf die Schönheitsroutine mit dem Skalpell. Bereits Marilyn Monroe soll den Trick für einen perfekten Gesichtsglow angewendet haben. Beim "Dermaplaning" handelt es sich eigentlich um nichts anderes, als ein Peeling mit einer scharfen Klinge. Mit der werden nicht nur der feine Gesichtshaare entfernt, sondern auch gleichzeitig abgestorbene Hautzellen. Dadurch soll der Teint frischer und strahlender wirken. Falten werden angeblich gemindert.

Dermaplaning gilt als eine sanfte Alternative zu chemischen Peelings, erklärt Kosmetikerin Olga Reichel: "Das ist wie ein Anti-Aging-Effekt, weil mit dem Skalpell abgestorbene Hautzellen und gleichzeitig die feinen Härchen im Gesicht abgetragen werden. Die Haut wird gestrafft und sieht einfach prall aus".

Vor- und Nachteile des Dermaplanings

Beim Dermaplaning soll der natürliche Regenerationsprozess der Haut gefördert werden. Die Zellerneuerung und Produktion von Kollagen wird angeregt. Das wirkt dem natürlichen Alterungsprozess der Haut entgegen. Außerdem wird die Haut nach der Behandlung besser durchblutet und kann dadurch die Inhaltsstoffe von Cremes und Seren besser aufnehmen.

Allerdings ist eine Gesichtsbehandlung mit einer scharfen Klinge natürlich nicht ganz ungefährlich. Wird eine stumpfe Klinge benutzt oder zu viel Druck verwendet, können Hautreizungen oder Schnittverletzungen entstehen. Bei Akne, Schuppenflechte oder Ekzemen ist die Behandlung nicht zu empfehlen. Interessierte, die dicke oder sehr dunkle Gesichtshaare haben, sollten ebenfalls auf die Behandlung verzichten und die Haare stattdessen mithilfe von Waxing oder der Fadentechnik entfernen lassen.

So funktioniert Dermaplaning zu Hause

Eine Behandlung im Kosmetikstudio kostet zwischen 70 und 130 Euro, beim Hautarzt zwischen 120 und 250 Euro. Doch mittlerweile gibt es auch DIY-Instrumente für zu Hause, die professionelle Ergebnisse erzielen sollen. Wichtig hierbei ist es, sorgfältig und vorsichtig zu arbeiten:

  • Vor der Behandlung sollte das Gesicht gründlich mit Wasser oder einem antiseptischen Gesichtswasser gereinigt werden
  • Die Haut anschließend abtrocknen, die gewünschte Hautpartie straff ziehen und die Rasierklinge im 45-Grad-Winkel ansetzen
  • Die Klinge mit kurzen, schnellen Zügen und ohne Druck von oben nach unten gleiten lassen
  • Das Gesicht nach der Behandlung eincremen oder mit einem pflegenden Serum behandeln

Wichtig: Muttermale, Pickel und die empfindliche Augenpartie sollten bei der Behandlung ausgespart werden.