Das können Sie jetzt für Gesundheit und Zellerneuerung tun

Kann ich auch so alt werden wie die Queen? Experte erklärt ihr Geheimnis!

Queen auf Pferd
Die Queen ist auch gegen den Rat ihrer Ärzte noch in hohem Alter geritten.
dpa

Die Queen ist tot. Doch neben der Trauer bleibt da auch die Bewunderung für eine Frau, die bis ins hohe Alter aktiv und fit war. Sie war ein Paradebeispiel für ein lebenswertes Altern, schien bis zu ihrem Tod in bester körperlicher und geistiger Verfassung. Zweimal täglich ging sie mit ihren Hunden raus und ritt auch in ihren Neunzigern noch – gegen den Rat ihrer Ärzte. Experten vermuten auch, dass sie nicht an einer der „typical 5“: Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Alzheimer, Parkinson oder Diabetes und dessen Folgen gestorben ist. Bleibt also die Frage: Wie hat sie das geschafft und was können wir machen, um es ihr gleich zu tun?

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Die Queen war immer gerne in Bewegung

Die Königin war ein Symbol für Widerstandsfähigkeit und Lebensfreude, die trotz enormen Drucks in Würde alterte. Elizabeth II. folgte keinem strengen Trainingsprogramm, aber körperliche Aktivität war ein großer Teil ihres täglichen Lebens. Im Buckingham Palace ging sie zweimal täglich mit ihren geliebten Corgis spazieren. Außerdem genoss sie auch ausgedehnte Spaziergänge auf dem Gelände von Balmoral, wo sie während der Sommerferien blieb und ihre letzten Momente verbrachte.

Bewegung hält die Arterien gesund, senkt das Risiko von Demenz und Herzerkrankungen und stärkt das Immunsystem. Eine Studie aus dem letzten Monat ergab, dass Menschen über 85, die zehn oder mehr Minuten am Tag gehen, innerhalb von fünf Jahren ein um 40 Prozent geringeres Sterberisiko haben, so die Daily Mail.

Außerdem liebte es die Queen zu reiten. Berichten zufolge stieg sie auch dann noch hoch zu Ross, als die Ärzte ihr bereits davon abgeraten hatten. Aber auch mental hat sich die Monarchin fit gehalten. Bevor sie sich ihrer offiziellen Arbeit widmete, begann die Königin jeden Tag damit, mehrere Zeitungen zu lesen oder beim Frühstück Radio zu hören. Zudem soll sie sehr gerne Scrabble gespielt haben und allgemein ein Gewohnheitstier gewesen sein, wodurch sie sich an geregelte Abläufe hielt.

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Queen mit Hunden
Die Queen ging zweimal täglich mit ihren geliebten Hunden spazieren.
dpa

Experte ist sich sicher, dass bei der Queen präventive Maßnahmen ergriffen wurden

Aber soll das alleine ausgereicht haben, dass die Queen auch in hohem Alter noch so fit war? Oder sind alleine ihre Gene dafür verantwortlich? „Es ist anzunehmen, dass sie nicht vornehmlich symptomatisch von ihren Ärzten behandelt wurde, sondern ihre Ärzte haben vornehmlich präventiv und mit regelmäßigen Kontrollen auf Zellebene gearbeitet“, ist sich Prof. Dr. med. Philip Schöttle, Gründer des NADlongevity Zentrums in München, sicher. „Damit wird das Immunsystem gestärkt und die Zellen stabilisiert, um vor allem chronische Entzündungen (sog. Inflammaging) zu vermeiden, die maßgeblich für ein schnelles Altern verantwortlich sind.“

Schöttle kennt sich mit Longevity, also Langlebigkeitsmedizin aus und weiß, worauf es ankommt, um ein langes und gesundes Leben zu führen. Deswegen glaubt er auch, dass die Queen zudem von ihren Ärzten mit Mikronährstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln und Infusionen versorgt wurde, um altersbedingte Defizite wie einer Reduktion des NAD+ Spiegels zu vermeiden und so den Zellschutz sicherzustellen.

„NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ist das allerwichtigste Co-Enzym in unserem Körper und das finden wir auch in allen Zellen“, erklärt Schöttle in seinem Podcast. Es ist an allen Prozessen im Körper beteiligt, wodurch ein Leben ohne NAD+ sehr schwierig sei. „Man braucht das NAD+ um aus Nahrung, sprich Glukose, Energie zu erzeugen“, so der Experte. Aber auch das Coenzym baut im Laufe der Jahre ab. „Wenn unsere NAD+ Speicher sinken und das tun sie einfach mit zunehmendem Alter, dann befinden wir uns auf der Überholspur zum Altern und damit zum Tod. Dieses Molekül ist Dreh- und Angelpunkt für die Funktion der Zellen und zwar für unsere Energiekraftwerke in den Zellen, den sogenannten Mitochondrien.“

Aber wie ist es möglich, das vorzeitige Altern unseres Körpers zu verhindern? Können wir von außen eine Zellerneuerung herbeiführen? Einer der Schlüssel ist das Fördern von Longevity-Genen und das Reduzieren eines schnellen NAD+ -Verbrauches. In der Klinik von Prof. Dr. Philip Schöttle gibt es hierfür verschiedene Methoden. Um die Muskulatur von außen anzuregen empfiehlt er die Magnetresonanztherapie. Aber auch Wärme- und Kältetherapien und der überwachte „Sauerstoffentzug“ seien sinnvoll.

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Was können wir tun, um gesund zu altern?

Was können wir aber im Alltag tun, um den raschen NAD+ – Verbrauch zu verlangsamen? So einfach wie jeden Tag ein Glas Wein zu trinken, ist es leider nicht. Schöttlte empfiehlt: „Man sollte die Intoxikation reduzieren, ob das nun Zucker ist, ob das Nikotin ist, die ungeschickte Ernährung.“ Außerdem ist es ratsam, den Körper hin und wieder Situationen auszusetzen, die er in der heutigen Zeit eher nicht mehr gewohnt ist.

„Wir leben in einer Wohlstlandsumgebung, wir haben wenig äußerliche Stressoren, immer verfügbares Essen, unser Körper kommt nie in ein Defizit, das heißt Widrigkeiten sind wir eigentlich nicht gewohnt“, erklärt Health Coach Andreas Stollreiter im Podcast von Schöttle. Und weiter: „Unser Körper ist aber eigentlich evolutionär bedingt darauf ausgelegt, auch ab und zu mal Widrigkeiten und Stresssituationen zu erleben, um eben seine Selbstheilungskräfte anzusteuern beziehungsweise anzuregen.“

Das gehe zum Beispiel durch Bewegung, so Stollreiter. Moderate Bewegung sei die Lösung. „Ebenso Nahrungsentzug, das heißt nicht, dass man vier Wochen lang fasten sollte, aber kurze Fastenperioden von 70 bis 72 Stunden tun dem Körper eben gut“, erklärt der Experte.

Auch ein bewusster Sauerstoffentzug, mit bestimmten Atemtechniken sei sinnvoll. Schöttle rät zudem zu „Eisbädern im Wechsel mit Infrarot-Saunen oder Hitzedecken“. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Schlafhygiene. Dabei sollten Sie auch einen geregelten Schlafrhythmus achten.

Die eine Wunderpille oder den einen Ratschlag gibt es also nicht. Aber mit Achtsamkeit, Bewegung und mentalem Training, können Sie dafür sorgen, den Zellschutz sicherzustellen, damit Sie sowohl geistig als auch körperlich fit bleiben. (kko)

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