Höhere Viruslast bestätigt

Studien: Britische Corona-Variante B.1.1.7 nicht tödlicher

Eine Infektion mit der britischen Corona-Variante B.1.1.7 verläuft nicht tödlicher, so das Ergebnis verschiedener Studien.
Eine Infektion mit der britischen Corona-Variante B.1.1.7 verläuft nicht tödlicher, so das Ergebnis verschiedener Studien.
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13. April 2021 - 7:08 Uhr

Coronavirus-Mutation ist ansteckender - aber kein schwererer Verlauf

Die Befürchtungen zur in Großbritannien entdeckten Corona-Variante B.1.1.7 wuchsen schnell: ansteckender, schwererer Verlauf, tödlicher. Die Ergebnisse einiger Studien geben zur mittlerweile auch in Deutschland weit verbreiteten Mutation leichte Entwarnung. Zwar bestätigten Forscher die Annahme, dass die Viruslast höher ist und B.1.1.7 somit ansteckender ist. Aber tödlicher verliefen die Erkrankungen nicht, wie die Studien, die im "The Lancet Infectious Diseases" und "The Lancet Public Health" veröffentlicht wurden, belegen.

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University College: Forscher werteten schwere Verläufe und Todesfälle aus

Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen. Eine entsprechende Forschungsannahme hatte der britische Premierminister Boris Johnson an die Öffentlichkeit gebracht.

In ihrer Studie untersuchten Forscher des University College London mit PCR-Tests die Viruslast von Infizierten und werteten die in diesem Zeitraum aufgetretenen schweren Verläufe und Todesfälle aus. Bei Infizierten mit der sogenannten britischen Variante stellten sie eine höhere Viruslast fest. Der Anteil der Patienten, die an Covid-19 starben, war jedoch bei der Variante nicht erhöht.

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Coronavirus-Mutation B.1.1.7: Deutlich erhöhter R-Wert nachgewiesen

Die andere in "The Lancet" veröffentlichte Studie wertete Symptome von Covid-Patienten aus, die diese über eine App des Gesundheitssystems meldeten. Mittels Gensequenzierung stellten sie zudem fest, an welcher Corona-Variante die Betroffenen erkrankt waren.

Auch diese Studie stellte keine signifikanten Unterschiede bei der Schwere der Erkrankung sowie bei nachweisbaren Langzeitwirkungen einer Infektion fest. Die Forscher wiesen jedoch für die britische Variante eine deutliche Erhöhung des R-Wertes nach, der die Entwicklung der Pandemie beschreibt. Das spricht ebenfalls für eine erhöhte Übertragbarkeit der Variante.

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Da die Studien beide im vergangenen Winter in London und Südengland durchgeführt wurden, wo sich die Variante B.1.1.7 zu dieser Zeit rapide ausbreitete, hatten die Forscher eine gute Vergleichbarkeit beider Varianten. Allerdings räumen die Wissenschaftler ein, dass zusätzliche Studien nötig seien, um die Erkenntnisse weiter zu bestätigen.