"Bittere" Kunde für Skispringer

Corona! Wellinger droht Olympia-Aus

Andreas Wellinger bangt um Olympia
Andreas Wellinger bangt um Olympia
© Getty Images, Bongarts, AG / AG

21. Januar 2022 - 17:17 Uhr

Erst hatte er's am Knie – und jetzt kommt auch noch Corona dazu! Olympiasieger Andreas Wellinger droht die Winterspiele in Peking nach einem Covid-Befund zu verpassen. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, war der 26-Jährige während der Anreise zum Weltcup in Titisee-Neustadt bei einem "onBoardTest" positiv und begab sich am Freitag sofort in Quarantäne. Der Rest der deutschen Mannschaft war nicht betroffen.

"Scheiß Coronatest"

"Was soll ich sagen? Dem Knie geht es wieder besser, ich hatte medizinisch die Freigabe und könnte springen. Und dann kommt der scheiß Coronatest dazwischen", sagte Wellinger, der nach auskurierten Problemen am operierten Knie am Samstag um einen der verbleibenden Olympia-Startplätze kämpfen wollte: "Das kann ich jetzt leider nicht, und das ist bitter. Mir geht es gesundheitlich gut, ich merke nix, aber der CT-Wert war halt knapp jenseits der Grenze."

Wellinger, der zuletzt in Zakopane fehlte, hätte am Freitag zur Qualifikation antreten sollen. Nach dem Springen am Samstag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport) will Bundestrainer Stefan Horngacher seine letzten zwei Peking-Plätze vergeben, dafür kamen Wellinger, Severin Freund, Pius Paschke und Constantin Schmid infrage. Gesetzt sind bereits Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe.

"Das mit Andi ist sehr bitter, wir hätten ihn hier sehr gut gebraucht. Aber die Situation ist weltweit schwierig", sagte Horngacher in der ARD. Zu den Auswirkungen auf die Olympia-Nominierung sagte er: "Über Peking will ich jetzt noch nicht sprechen." Wellinger hatten 2018 in Pyeongchang überraschend die Goldmedaille von der Normalschanze gewonnen. (sid/mar)