RKI beobachtet raschen Anstieg der Infektionszahlen

Corona-Infektionen an Schulen: Die Lage verschärft sich!

Die Zahl der Schulausbrüche liegt laut RKI „sehr deutlich“ über dem Höchstniveau der zweiten Welle.
Die Zahl der Schulausbrüche liegt laut RKI „sehr deutlich“ über dem Höchstniveau der zweiten Welle.
© imago images/Reichwein, Christoph Reichwein (crei) via www.imago-images.de, www.imago-images.de

26. November 2021 - 8:16 Uhr

Mehr Corona-Ausbrüche an Schulen

Das oberste Ziel aller Politiker war immer: Die Schulen sollen offen bleiben. Doch lässt sich das auch wirklich durchhalten? In Schulen kommt es derzeit wieder häufiger zu Corona-Ausbrüchen, die Situation verschärft sich.

+++ Alle Infos rund um das Corona-Virus und seine Auswirkungen finden Sie jederzeit in unserem Liveticker +++

Was denken Sie? Stimmen Sie ab!

RKI beobachtet "raschen Anstieg"

"Nach einem kurzzeitigen Rückgang während der Herbstferien wird jetzt ein sehr rascher Anstieg beobachtet.", heißt es im Wochenbericht des Robert Koch-Instituts Demnach seien zuletzt innerhalb von vier Wochen 1.265 Ausbrüche gemeldet worden, hieß es. Allerdings seien die vergangenen zwei Wochen noch nicht bewertbar. Jüngere Schüler trifft es dabei im Schnitt öfter als ältere.

Aktuell liege die Zahl der Schulausbrüche "sehr deutlich" über dem Höchstniveau der zweiten Welle. Anfang November seien etwa dreimal mehr Ausbrüche pro Woche übermittelt worden als im Vorjahr zu dieser Zeit. "Bei der zugenommenen Ausbruchshäufigkeit spielen vermutlich die leichtere Übertragbarkeit der Delta-Variante und auch die ausgeweiteten Testaktivitäten eine Rolle, wobei Infektionen, auch asymptomatische, frühzeitig erkannt werden."

In der vierten Corona-Welle entfallen laut RKI besonders viele positive Corona-Nachweise auf Kinder und Jugendliche.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:
  • So lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Woche bis vergangenen Sonntag bei den 5- bis 9-Jährigen bei 829.
  • Bei den 10- bis 14-Jährigen lag sie bei 921.

Das ist mehr als doppelt so hoch wie im Bevölkerungsschnitt (414). Allerdings werden Schüler auch besonders häufig auf Corona getestet.

Viele Eltern hoffen deswegen auf eine schnelle Möglichkeit, auch ihre kleineren Kinder impfen zu lassen. Das berichtet das Nachrichtenportal "The Pioneer" unter Berufung auf einen Bericht des Bundesgesundheitsministeriums. Demnach wird eine Zulassung für den Kinderimpfstoff von Biontech für die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen noch für November erwartet. "Erstmalig verfügbar in Deutschland wird dieser Kinderimpfstoff vorbehaltlich der Zulassung voraussichtlich ab dem 20. Dezember 2021 sein", wird aus dem Papier zitiert.

Lese-Tipp: EMA lässt Kinderimpfung zu – das müssen Eltern jetzt wissen

RKI: Gefährdung für vollständig Geimpfte sei „moderat", steige aber

An seiner generellen Risikoeinschätzung änderte das RKI trotz rasant steigender Infektionszahlen zunächst nichts. Die Gefährdung für nicht oder nur einmal Geimpfte wird weiterhin mit "sehr hoch" eingestuft, die Gefährdung für vollständig Geimpfte ist demnach "moderat", steige aber mit zunehmenden Infektionszahlen an.

Weiterhin hält das RKI die Entwicklung für "sehr besorgniserregend". Es sei zu befürchten, dass "die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten überschritten werden". Es sei unbedingt erforderlich, "bei Symptomen einer neu auftretenden Atemwegserkrankung wie zum Beispiel Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten (unabhängig vom Impfstatus) zuhause zu bleiben, die Hausarztpraxis zu kontaktieren und einen PCR-Test durchführen zu lassen", schreibt das RKI.

Ungeimpfte kommen laut RKI-Zahlen um ein vielfaches häufiger mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus wie vollständig Geimpfte.

So lag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankhauseinweisungen pro 100.000 Menschen und Woche) zuletzt

  • in der Altersgruppe ab 60 Jahren bei Ungeimpften 5,25 Mal höher als bei Geimpften.
  • Bei den 18- bis 59-Jährigen betrug der Faktor 6,75, bei 12- bis 17-Jährigen 6,33.

Erkrankt ein vollständig geimpfter Mensch an Corona spricht man von einem Impfdurchbruch. Allgemein gilt: Je mehr Menschen geimpft sind, desto mehr Impfdurchbrüche kann es geben. (dpa/eku)

Noch mehr Videos rund um das Thema Corona - in unserer Video-Playlist

Spannende Dokus zu Corona gibt es auf RTL+

Das große Geschäft mit der Pandemie: Ausgerechnet in einer Zeit, in der jeder um seine Gesundheit bangt, finden Betrüger immer wieder neue Wege, illegal Geld zu machen. Egal, ob gefälschte Impfpässe, negative Tests oder Betrügereien in den Testzentren - die Abzocke lauert überall. Sogar hochrangige Politiker stehen in Verdacht, sich während der Corona-Zeit die eigenen Taschen vollgemacht zu haben. Unsere Reporter haben europaweit recherchiert – die ganze Doku auf RTL+