Intensivmediziner Prof. Uwe Janssens

Armut erhöht in einer Pandemie, das Risiko zu erkranken

04. Mai 2021 - 16:19 Uhr

Erkranken sozial schwache Menschen häufiger und schwerer?

In den sozialen Brennpunkten der Städte ist das Infektionsgeschehen höher als in wohlhabenden Gegenden, darüber wird den letzten Tagen viel diskutiert. Beengte Wohnverhältnisse und Jobs, die sich nicht im Homeoffice erledigen lassen, erhöhen das Corona-Risiko.

Ob sich das auch in den Krankenhäuser zeigt, darüber spricht RTL-Reporterin Doro Steitz mit dem Intensivmediziner Prof. Uwe Janssens.

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Aufklärung und Impfangebote vor Ort

Ärzte beobachten den Zusammenhang zwischen der sozialen und finanziellen Lage der Menschen und einer Erkrankung, sagt der Intensivmediziner Uwe Janssens. Auch wenn das nicht im Fokus stehe und es auch nicht gemessen werde. "Nichtsdestotrotz ist es doch wohlbekannt, dass sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen jedweder Nationalität tatsächlich immer Gefahr laufen, gesundheitliche Schäden zu entwickeln. Armut ist assoziiert mit Begleiterkrankungen, Risiken schwere Erkrankungen zu entwickeln und das ist besonders bedeutsam in einer Großepidemie, wie wir sie im Moment haben."

Hier brauche man Aufklärung und Impfangebote vor Ort, genau das, was die Stadt Köln jetzt mache, so der Intensivmediziner.

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